Erstellt am 20. Oktober 2013, 13:11

Impfung nicht Pflicht. Grippeimpfung / Im Oktober starten die Grippeimpfaktionen. Die Nachfrage hält sich aber in Grenzen. NÖN-Leser gegen Pflichtimpfung.

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Von Madeleine Kopitschek

Jedes Jahr im Herbst bringt die Pharmaindustrie neue Grippe-Impfstoffe auf den Markt und fordert zur Impfung auf, verbunden mit Warnungen vor den Gefahren der Grippe.

Derzeit ist eine Grippeimpfung nicht verpflichtend, und das soll laut NÖN-Lesern auch so bleiben. Bei der NÖN-Online- Umfrage stimmten 88,4 Prozent der insgesamt 1.200 Teilnehmer gegen eine Pflichtimpfung.

Doch ist es nun sinnvoll oder unbedingt notwendig, sich impfen zu lassen? Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt vor allem älteren Menschen ab etwa 60 Jahren und Kindern, sich impfen zu lassen. Bei der Ärzteschaft des Landes gehen die Meinungen auseinander.

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Helga Strauss-Steurer, Schulärztin am Brucker Gymnasium, meint: „Junge, gesunde Kinder brauchen die Grippe-Impfung nicht unbedingt.“ Denn oft ist eine vermeintliche Grippe doch nur ein grippaler Effekt, also eine Erkältung.

Anders sieht das Johann Pidlich, ärztlicher Direktor des Landesklinikums Baden-Mödling: „Vor einer Ansteckung ist niemand sicher. Dabei sind chronisch Kranke, ältere Menschen, Schwangere und alle, die viel Kontakt zu anderen Menschen haben, besonders gefährdet.“

Impfkosten: Kein Geld von der Kasse

Dennoch steigt die Nachfrage nach Grippeimpfungen sehr langsam. Nikolaus Haider, Schularzt am Gymnasium Gmünd: „Um geschützt zu sein, muss man sich jährlich impfen lassen, Viele sind aber leider impfmüde und vernachlässigen deshalb diesen Schutz.“

Ein anderer Faktor sind die Impfkosten. Denn die Krankenkasse bezahlt nicht. Deshalb ist die Impfung für ältere Menschen, die oft mit geringen Pensionen auskommen müssen, eine finanzielle Frage. „Die Krankenkassen zahlen eben nur, wenn man krank ist, und nicht für die Vorsorge“, erklärt Oskar Gurresch, Bezirkssprecher der praktischen Ärzte in Bruck.

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Stimmen aus NÖ:

Karin Lohninger, Bruck:

„Ich finde, jeder Mensch ist mündig und kann selbst entscheiden. Außerdem ist die Grippeimpfung ein Poker darum, die richtigen Influenzaviren zu finden. Gewinner sind sicher die Pharmafirmen.“

Victor Kabelka, Gießhübl:
„Sicherlich nicht. Ich habe mich noch nie impfen lassen und war immer gesund. Mit natürlichen Mitteln kann man auch etwas ausrichten – dafür braucht man keine Chemie.“

Ludwig Edinger, Bisamberg:
„Ich hab’ das einmal gemacht und hatte nicht das Gefühl, dass es was bringt. Ich bin 87 und hatte bisher nie Probleme mit der Grippe. Deshalb sollte es jeder selbst entscheiden können.“

Irene Hager, Brandhäuser:
„Durch die ständig wechselnden Virenstämme bietet die Grippeschutzimpfung meiner Meinung nach keinen sicheren Schutz, und daher sollte diese weiterhin auf freiwilliger Basis erfolgen.“