Erstellt am 21. November 2012, 09:53

Initiative der Landwirtschaftsschulen. Die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen starten eine Initiative: "Wer weiter denkt, kauft näher ein" soll dazu aufrufen, verstärkt regionale Lebensmittel zu kaufen.

Die Personen v. l.: LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich und Landesrat Dr. Stephan Pernkopf.  |  NOEN, JÜRGEN MÜCK
„In Zeiten der Globalisierung verliert man leicht den Überblick über die Herkunft von Lebensmitteln und die Konsumenten wissen oft gar nicht mehr, woher das Produkt in ihrem Einkaufskorb stammt. Die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen starten daher die Initiative ‚Wer weiter denkt, kauft näher ein‘, um die Lebensmittel aus unserer Landwirtschaft verstärkt im Bewusstsein der Jugend zu verankern“, betonte Landesrat Dr. Stephan Pernkopf.

„Junge Konsumenten sollen mit dieser Aktion besser über die vielen Vorteile, wie Herkunftsgarantie und die Frische der heimischen Produkte informiert werden. Der Griff zu einem regionalen und saisonalen Produkt mit nur wenigen Transportkilometern ermöglicht den Konsumenten, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, so Pernkopf. Die Aktion „Wer weiter denkt, kauft näher ein“ ist ein wertvoller Beitrag zur Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ und wird auch von den Klima- und Energiemodellregionen sowie von der Firma Sonnentor unterstützt.
 
Saisonale Vielfalt aus der Region
„An den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen bildet Ökonomie, Ökologie und Soziales keinen Widerspruch, sondern ergänzt sich zu einem funktionierenden Ganzen. Werte wie eine intakte Natur, die Familie, gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung werden hoch gehalten und Verantwortung wird hier täglich gelebt“, erklärte LAKO-Leiter Ing. Herbert Grulich, Gründer der Initiative „Wer weiter denkt, kauft näher ein“. „Um den Nachhaltigkeitsgedanken auch plausibel zu machen, haben wir Teesackerl in Kooperation mit der Firma Sonnentor produziert, die nun bei Veranstaltungen und in den Ab-Hof-Läden der Schulen kostenlos verteilt werden“, so Grulich und weiter: „Schließlich sind alle Landwirtschaftlichen Fachschulen zertifizierte ÖKOLOG-Schulen, die mit Fairtrade-Gemeinden intensiv zusammenarbeiten.“

Mit dem Kauf regionaler Produkte wird die Leistungsfähigkeit und die Vielfalt unserer Regionen gestärkt und die Bedeutung des ländlichen Raumes als Quelle der Lebensqualität gefördert. Was aber in einer Zeit von Globalisierung und Internationalisierung mindestens ebenso wichtig ist: Regionale Lebensmittel fördern die Identifikation mit unserer Heimat und sind die Grundlage, dass Niederösterreich auch am internationalen Markt gut positioniert ist. Denn Herkunft, Herstellungsart und der Bezug zum Produzenten sind Kriterien, die beim Einkauf von Lebensmitteln eine zunehmende Rolle spielen.