Erstellt am 23. April 2013, 13:58

Kaffee und Obst immer häufiger Fairtrade-Produkte. Fair gehandelte Produkte werden bei den österreichischen Konsumenten immer beliebter. Im vergangenen Jahr ist der Umsatz von Fairtrade-Produkten um sieben Prozent auf geschätzte 107 Mio. Euro gestiegen. Große Zuwächse gab es bei den Süßwaren (+ 32 Prozent), aber auch im Bereich Non-Food wie etwa Rosen (+ 5 Prozent) konnte zugelegt werden.

Nachdem Fairtrade mittlerweile im Handel sehr gut vertreten ist, sehe man in den nächsten Jahren großes Potenzial in der Hotellerie und Gastronomie, so Fairtrade-Geschäftsführer Hartwig Kirner am Dienstag.

Den größten Umsatzanteil hatten mit 25 Prozent die frischen Früchte, gefolgt von den Süßwaren (Schokolade etc.) mit 22 Prozent. In beiden Bereichen wurde das Segment im vergangenen Jahr erweitert. Als große Neuerung nannte Kirner die Aufnahme der Südfrüchte Litschis, Orangen und Avocados zu den Fairtrade-Produkten.

Neben den Früchten und Süßwaren gehörte auch der Kaffee zu den wichtigsten Wachstumstreibern. Mit der Ausnahme von einem Minus von 5 Prozent bei den Fruchtsäften, hat sich der Absatz bei allen Fairtrade-Produkten 2012 positiv entwickelt.

Fairtrade feiert heuer sein 20 Jahre-Jubiläum und hatte in all den Jahren starke Umsatzzuwächse. Mittlerweile gibt es ein Sortiment von mehr als 800 Fairtrade-Produkten in Österreich. Rund 70 Prozent davon haben auch ein Bio-Siegel.

Das Fairtrade-Gütesiegel steht für faire Preise und bessere Arbeitsbedingungen für Kleinbauern und Plantagenarbeiter. Fairtrade Österreich agiert als Verein zur Förderung des fairen Handels mit Entwicklungsländern.