Erstellt am 28. Februar 2011, 07:48

„Knitterfrei“ oft nur wegen Kunststoffen. RENATE PARTEI, Umwelt- beraterin aus Mödling.

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NÖN: Woran erkenne ich, dass ein Öko-Kleidungsstück wirklich „öko“ ist?

Partei: An den Labels für Ökotextilien. Gesundheits- und Umweltkriterien sowie soziale Kriterien werden bei der Herstellung berücksichtigt. Bei Verstößen gegen die Regelungen wird das Zeichen aberkannt.

 

NÖN: Lässt sich beim Kauf herkömmlicher Textilien erkennen, welche Art von Substanzen enthalten sind?

Partei: Steht auf einem Etikett „separat waschen“, „Farbe blutet aus“ und dergleichen, lässt das auf schlecht haftende Farbstoffe schließen, die dann von der Haut aufgenommen werden können. Es empfiehlt sich, auf Kleidungsstücke, die als „knitterfrei“, „bügelfrei“ und mit „wash and wear“ gekennzeichnet sind, zu verzichten. Sie enthalten oft spezielle Kunststoffbeschichtungen, die beim Schwitzen oder Bügeln Formaldehyd freisetzen. Auch Ausrüstungsstoffe wie etwa „Fußpilz hemmend“ sind klare Hinweise auf chemische Substanzen, die oft Allergien auslösen können.

 

NÖN: Wie schütze ich mich vor Schadstoffen?

Partei: Man sollte alle waschbaren Textilien vor dem ersten Tragen waschen, auch dann wenn „vorgewaschen“ darauf steht. Das löst überschüssige Farbe und Giftstoffe aus dem Gewebe. Pestizide sind erst nach etwa zehnmaligem Waschen aus den Textilien entfernt.

 

Renate Partei ist Fachberaterin Chemie und Reinigung in der Umweltberatung Mödling.