Erstellt am 03. Oktober 2011, 00:00

Köstliche Plutzer. KÜRBIS / Er ist ein Alleskönner, der sich zum Braten, Backen, Suppenmachen und zum Schnitzen eignet. Seine Kerne versprechen Linderung bei Prostataleiden, das Öl ist einfach köstlich.

Niederösterreich ist auch ein Kürbisland: Bei der Kürbismeisterschaft auf der Garten Tulln siegten drei Geschwister aus Oberkreuzstetten (Bezirk Mistelbach): Katrin und Astrid Mathias (2. Platz mit 264 Kilo), Kürbisprinzessin Gabriele I, Franz Mathias (Sieger mit 307 Kilo).  |  NOEN, NLK / FILZWIESER
VON CHRISTIAN BAYR

Sie sind manchmal nur so groß wie eine Faust, manchmal wiegen sie Hunderte Kilo. Die Rede ist von den Kürbissen, bei uns auch Plutzer genannt, die auf den Feldern der Ernte entgegensehen. Bis Ende Oktober stehen die Schlankmacher auf vielen Speisekarten. Kinder schnitzen gerne lustige Gesichter daraus.

Von den über 400 bekannten Arten sind nicht alle zum Verzehr geeignet. Schmackhaft sind Hokkaido, Butternuss-, Muskat- und italienischer Stangenkürbis, der wegen Größe und Gewicht (bis 25 kg) eher für den Einsatz in der Gastronomie geeignet ist.

Wie aber erkennt man die Reife eines Kürbisses? Leo Wurzer vom gleichnamigen Kürbishof in Bodensdorf bei Wieselburg weiß guten Rat. „Einerseits an der Farbe, etwa wenn die grüne Haut gelblich-braune Flecken bekommt. Oder durch die Klopfprobe, reife Kürbisse klingen nämlich hohl. Außerdem wird der Stil dann hart.“

Kürbisse sind reich an Karotin, Vitaminen und Antioxidantien und galten bereits bei den Mayas als Schlank- und Schönmacher (27 Kalorien pro 100 Gramm!).

Wahre Wunderdinge werden den Kernen zugeschrieben, die bei Blasen und Prostataleiden Linderung versprechen, das Kürbiskernöl senkt das Blutfett.

Während der Hokkaido den Vorteil hat, dass er nicht geschält werden muss, halten Butternuss-Kürbisse bis zu zwölf Monaten, wenn man sie trocken und etwa bei 15 Grad lagert. Einmal angeschnitten sollte der Kürbis in den Kühlschrank, wo er dann noch gut eine Woche hält.

In Stücke geschnitten kann das Gemüse in 15 Minuten im Salzwasser gegart werden, es eignet sich aber auch zum Dünsten im Dampfkochtopf oder zum Grillen oder Backen im Rohr (bei rund 180 Grad in 40 bis 60 Minuten).

Kürbisse werden sehr gerne geschnitzt: Auch dafür ist der Hokkaido gut geeignet. Wichtig ist dabei, dass der Kürbis besonders gut getrocknet ist. Man schneidet die Kappe ab, zum Aushöhlen dient ein großer Löffel.

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