Erstellt am 28. November 2011, 08:33

Krank & diskriminiert. THERAPIE / In Österreich leben 2400 Menschen mit der Diagnose HIV plus mehrere Tausend Nicht-Diagnostizierte.

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VON CHRISTINE HAIDERER

Jedes Jahr stecken sich in Österreich rund 500 Menschen mit HIV an. Anders als noch vor zwanzig Jahren, können HIV und AIDS aber mittlerweile gut behandelt werden.
Stichwort Kombinationstherapien. „Ziel ist es, die Virusvermehrung möglichst stark zu unterdrücken und so die Virusmenge unter die Nachweisbarkeitsgrenze zu senken“, erläutert Brigitte Schmied von der Immunambulanz im Otto-Wagner-Spital II in Wien. Das stärkt das Immunsystem, der Ausbruch von AIDS wird verhindert. Gesundheitszustand, Lebensqualität und Berufsfähigkeit werden verbessert. Zudem sinkt das Infektionsrisiko für andere. Damit all das funktioniert, muss die lebenslange Therapie aber treu eingehalten werden. Einen Vorteil bringt dabei, dass es unterschiedliche Therapieschemen gibt. „Heute kann man mit HIV-Medikamenten ganz individuell auf Patienten eingehen“, erklärt Helmut, Gründer der Selbsthilfegruppe Positiver Dialog. So können Essgewohnheiten, die berufliche Situation usw. berücksichtigt werden.

Aber auch Nebenwirkungen sind ausschlaggebend. Häufig sind vor allem Müdigkeit, Energiemangel, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Schwindel usw., besagt eine Studie, derzufolge zwar die meisten Behandelten unter Nebenwirkungen leiden, die wenigsten sich dadurch aber in den meisten Lebensbereichen beeinträchtigt fühlen.
Anders sieht das mit der Diskriminierung und Ausgrenzung durch die Gesellschaft aus. Laut Studie wünscht sich rund ein Viertel, wenn es um Möglichkeiten zur Verbesserung des Wohlbefindens geht, Anerkennung. Viele haben auch Angst, dass andere von ihrer HIV-Infektion erfahren könnten. Immerhin gibt es Betroffene, die nach Bekanntwerden der Infektion ihren Arbeitsplatz oder ihre Familie verloren haben. Auch ein Grund dafür, weshalb sich Betroffene aus NÖ nicht in ihrer Region, sondern in Wien behandeln lassen, wo Anonymität einen anderen Stellenwert hat. Ein weiterer Grund dafür, dass Niederösterreicher mit HIV nur in Wien Ärzte aufsuchen: „In NÖ existiert keine HIV-Betreuung, weder eine Ambulanz noch ein Kollege“, so Horst Schalk, Allgemeinmediziner und Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft niedergelassener Ärzte. Auch weil es weniger Betroffene in NÖ gibt.  Infos & Events  zum Weltaidstag: www.aids.at