Erstellt am 15. Februar 2014, 08:28

Krankenkassen erzielten im Vorjahr Überschuss. Die Sanierung der Krankenkassen ist weiter auf einem guten Weg. Für 2013 haben die Kassen laut Hauptverband der Sozialversicherungsträger einen Überschuss von insgesamt 186,3 Millionen Euro erwirtschaftet.

Für heuer wird laut jetzigem Voranschlag mit einem Plus von zwölf Millionen Euro gerechnet. Bemerkenswert ist dabei, dass der Löwenanteil des Überschusses von der Wiener Gebietskrankenkasse gekommen ist - sie erbrachte 118,5 Mio. der insgesamt 186,3 Mio. Euro. Allerdings ist dies nicht allein auf die Konsolidierungsleistungen der WGKK zurückzuführen, sondern zu einem Gutteil auf öffentliche Mittel. Die Kassen haben nämlich eine Umsatzsteuerrückvergütung für Medikamente bekommen. Diese wird in Form einer Pauschale ausbezahlt und machte für das Vorjahr 100 Mio. Euro aus. Der Betrag dieser sogenannten "Überdeckung" ging zur Gänze an die WGKK. Der Grund dafür liegt darin, dass aus dieser Pauschale nur jene Träger Geld bekamen, die Schulden haben, und die WGKK war die einzige Kasse mit einem "negativen Reinvermögen" und sitzt auch weiterhin auf Schulden aus der Vergangenheit.

Kärnten mit Schulden

In der Zwischenzeit hat auch die Kärntner Gebietskrankenkasse neue Schulden angesammelt. Insgesamt betragen die Schulden der Wiener und der Kärntner GKK rund 50 Mio. Euro. Beide hoffen aber, dies heuer wieder abbauen zu können. Aus diesem Grund gibt es diese Pauschale auch heuer nicht mehr.

Das ist auch der Hauptgrund dafür, dass für heuer nur noch mit einem kleinen Überschuss von insgesamt 12 Millionen Euro für die gesamte Krankenversicherung gerechnet wird. Allerdings war im Februar-Voranschlag für 2013 auch nur ein Plus von 31 Mio. Euro prognostiziert worden, und tatsächlich herausgekommen sind jetzt 186 Millionen.

Oberösterreich und Salzburg erzielten Überschuss

Neben der WGKK (+ 118,5 Mio.) haben 2013 nur die Gebietskrankenkassen von Oberösterreich (+ 19,2 Mio.) und Salzburg (+ 14,6 Mio.) Überschüsse erzielt. Kärnten erwirtschaftete einen Verlust von 14,4 Mio. Euro. Alle anderen GKKs haben ein ausgeglichenes Ergebnis. Von den berufsständischen Kassen hat nur die SVA der gewerblichen Wirtschaft einen Verlust von 20,3 Mio. Euro zu verzeichnen, die anderen sind im Plus.

Ähnlich sehen die Erwartungen für heuer aus. Von den GKKs erwarten Wien (+19,1 Mio. - die Pauschale von 100 Mio. fällt weg), Salzburg (+6,4 Mio.) und Oberösterreich (+3,6 Mio.) ein positives Ergebnis. Kärnten (-14,5 Mio.) und Niederösterreich (-16 Mio.) rechnen mit einem Defizit, alle anderen GKKs erwarten ein ausgeglichenes Ergebnis.

Dass die Kassen im Großen und Ganzen weitgehend ausgeglichen bilanzieren, liegt laut Auskunft des Hauptverbandes auch daran, dass jene, die keine Schulden haben, ihre Überschüsse in Leistungsrücklagen investieren können. Diese könnten sie dann je nach eigener Einschätzung in zusätzliche Leistungen stecken.