Erstellt am 01. August 2011, 00:00

Krebs aufspüren. TECHNIK / Die Kombination aus zwei Diagnose-Geräten verfeinert im Landesklinikum Wiener Neustadt die Suche nach Krebs.

Sind begeistert vom neuen PET-CT im Landesklinikum Wiener Neustadt: Christian Hajek (ärztlicher Direktor des Landesklinikums Wiener Neustadt), VP-NÖ-Klubobmann Klaus Schneeberger, Oberarzt Konrad Weiss (Leiter Nuklearmedizin) und Petra Csernay (spielt eine Patienten).ERICH MARSCHIK  |  NOEN
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VON CHRISTINE HAIDERER

Dunkel und unheimlich ist es im Keller des Wiener Neustädter Krankenhauses nicht mehr. Stattdessen: ein heller, freundlicher Gang und helle Räume, wie der, in dem Patienten radioaktiv markierter Traubenzucker gespritzt wird. Dahinter: ein weiterer Raum. Und hier steht es, das neue Gerät: der PET-CT. Eine Kombination aus Computertomographie (CT) und Positronen-Emissions-Tomographie (PET).

Wir haben 2,7 Millionen Euro investiert, so VP-NÖ-Klubobmann Klaus Schneeberger. Und Christian Hajek, ärztlicher Leiter, betont: Das Krankenhaus Wiener Neustadt entwickelt sich zu einem onkologischen Kompetenzzentrum. In Kürze wird das Gerät in St. Pölten gibt es ein ähnliches seinen regulären Betrieb aufnehmen. Pro Woche können dann bis zu 48 Patienten untersucht werden.

Der Patient legt sich auf die Liege. Langsam fährt sie hoch, stoppt und gleitet in die Donut-förmige Öffnung. Nur die Lüftung ist zu hören, das Gerät kaum. Um die Ecke sitzen Ärzte, die alles beobachten. Nach etwa einer halben Stunde ist die Untersuchung vorbei. Der CT hat zahlreiche Röntgenaufnahmen gemacht, der PET Bilder mit schwarzen Punkten.

Die Bilder von beiden  übereinanderlegen

Woher diese kommen? Tumorzellen brauchen mehr Zucker als gesunde Zellen. Sie nehmen so auch mehr vom radioaktiv markierten Traubenzucker auf. Diesen Anreicherungsmechanismus können wir mit dem PET darstellen, erläutert der Leiter der Nuklearmedizin, Konrad Weiss. In Form von schwarzen Punkten.

Dann kann der Patient gehen. Und die Ärzte sehen sich die Bilder des CT und des PET an. Diese Bilder werden übereinandergelegt, weil man so viel besser erkennen kann, wo die schwarzen Punkte genau liegen.

Weitere Vorteile der PET-CT: raschere Befundergebnisse und damit eine geringere psychische Belastung für Patienten sowie die Möglichkeit, früher mit einer Therapie zu beginnen, und damit höhere Heilungschancen. PET-CT kann übrigens bei Dreiviertel der Patienten mit onkologischen Problemen hilfreich sein, aber auch bei der Abklärung von Alzheimer oder beim Nachweis eines lebenden Herzmuskels.

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