Erstellt am 01. August 2011, 00:00

Kremser Schmidt wird 50 Jahre alt. WEINLEGENDE / Legendärer Veltliner aus der Sandgrube 13 feiert Jubiläum. Neue Aufmachung soll Exportoffensive in Deutschland einläuten.

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VON CHRISTIAN BAYR

Millionen Konsumenten können nicht irren. Geschweige denn Startrainer Max Merkel oder der ehemalige bayrische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß. Sie alle haben den Kremser Schmidt getrunken jenen legendären Kremser Veltliner aus der Toplage Sandgrube 13. Jetzt ist der Kremser Schmidt 50 Jahre alt und präsentiert sich in neuem Gewand.

Der Kremser Schmidt ist nicht nur Österreichs älteste Weißweinmarke, sondern auch die einzige Weinmarke mit Herkunftsbezeichnung, die so lange ununterbrochen am Markt ist, so Franz Ehrenleitner, Geschäftsführer der Winzer Krems, die den Grünen Veltliner keltern. Der Name stammt übrigens tatsächlich vom 1801 verstorbenen Barockmaler Martin Johann Schmidt, der als Kremser Schmidt zu Weltgeltung gelangte.

Die große Sensation war damals, dass der Kremser Schmidt schon 1961 in der Bouteille abgefüllt wurde, während die meisten Wirte ihre Weine damals noch im Fass bezogen, so Ehrenleitner. Am Höhepunkt des Kremser Schmidt Anfang der 1980er-Jahre wurden jährlich über eine Million Flaschen verkauft. Damals sei aber auch die Konkurrenzsituation noch eine ganz andere gewesen. Auf eines ist Ehrenleitner besonders stolz: Sie finden heute de facto kein Lebensmittelgeschäft in Österreich, in dem der Kremser Schmidt nicht gelistet ist. Das ist ja auch die große Stärke einer gut eingeführten Marke, dass die Leute genau wissen, wie der Wein schmeckt und was er kostet. Das gibt den Menschen Sicherheit. Und der Kremser Schmidt ist sicherlich so ein Botschafter für Österreich wie Mozartkugeln, Almdudler oder Manner Schnitten. Auch in der Vermarktung des Kremser Schmidt wurden neue Wege beschritten: Bereits 1972 haben die Winzer Krems in Deutschland ein eigenes Verkaufsbüro errichtet. Mit der neuen Aufmachung wollen wir jetzt wieder eine Exportoffensive im deutschen Lebensmittelhandel starten. Derzeit liegt unser Exportanteil bei 33 Prozent.

In der Vinothek der Winzer Krems gibt es übrigens noch ein paar Flaschen der Erstfüllung, aktuell kann man Weine bis zum Jahrgang 1978 zurück erwerben.

Neues Logo und  neue Verpackung

Damit alles so bleibt, wie es war, muss sich auch manchmal etwas ändern. Deswegen wurde nicht nur das Logo der Winzer Krems einem Relaunch unterzogen, sondern auch die Verpackung. Ehrenleitner: Das Jubiläum war ein idealer Anlass dafür, den Markenauftritt an die heutige Zeit anzupassen. Ich bin aber überzeugt davon, dass der Kremser Schmidt auch noch in 50 Jahren bestehen wird.

Die Genossenschaft der Winzer Krems umfasst derzeit rund 1100 Vertragsweingärtner, die rund 990 Hektar Weingartenfläche bewirtschaften.

In der Weinerlebniswelt SANDGRUBE 13 wein.sinn kann man Weine verkosten und erwerben, und einen 4-D-Film über die Geschichte des Weinbaues und das Leben im Weingarten bewundern.

www.sandgrube13.at

Der neue Markenauftritt des Kremser Schmidt soll für eine Exportoffensive nach Deutschland genutzt werden.WINZER KREMS

Die Trauben des Kremser Schmidt dürfen nur aus Kremser Weingärten kommen.