Erstellt am 27. Juni 2011, 00:00

Lachs und Salat statt Bratwurst und Bier. GRILLSAISON / Die Gesundheitswelle hat inzwischen auch das Grillen voll erfasst. Frische Kräuter reduzieren die Krebsgefahr, der Fisch hilft beim Kaloriensparen, das Gemüse ist angesagt.

Grillen ist ein Sommervergnügen für Jung und Alt; nur Fleisch muss es nicht immer sein, vor allem, wenn es fett ist. WEBER GRILL  |  NOEN
VON CHRISTIAN BAYR

Jahrhundertelang galt Grillen als die archaischste Form des Kochens: Ein köstliches, möglichst fettes Stück Fleisch, über offenem Feuer gegart, mit einem oder mehreren Schlucken kühlen Biers hinuntergespült.

Heute greifen die Konsumenten aber immer stärker nach gesunden Alternativen. Fisch statt Bratwurst, Grüner- statt Erdäpfelsalat, Mineralwasser statt Bier. Die Gesundheitswelle hat auch das Grillen voll erfasst.

Rosmarin und Majoran  wirken antioxidativ

Vor allem der Einsatz frischer Kräuter macht das Grillen nicht nur bekömmlicher, sondern auch deutlich gesünder.

„Frische Kräuter wie Rosmarin, Majoran und Basilikum haben antioxidative Eigenschaften. Das Einbeizen und Würzen von Fleisch mit Kräutern kann die Bildung krebserregender Stoffe deutlich vermindern“, sagt Michaeli Knili, Ernährungsexpertin von „die umweltberatung“.

„Ein frischer Salat mit Kräutern gewürzt mildert die gesundheitsschädlichen Substanzen beim Grillen zusätzlich.“

Ins gleiche Horn stößt auch das neue Gesundheitsportal caloryguard.de: Salat statt Knoblauchbaguette lautet auch hier die Empfehlung, dazu leckere Dips etwa auf Guacamole-Basis.

Mindestens zwei Drittel der Grillschale sollten mit Gemüse und Obst gefüllt werden. Fettarme Fleischsorten wie Rindersteak, Lammfilet oder Huhn (ohne Haut) können Bratwurst & Co. ohne Geschmacksverlust ersetzen, so die Gesundheitsexperten, die auch zur verstärkten Verwendung von Seefisch raten.

Aber nicht nur die verwendeten Produkte, auch die Würzung unterliegt gewissen Trends. Immerhin 82 Prozent der heimischen Konsumenten würzen ihr Grillgut am Tisch gleich nochmals nach.

Die neuen Geschmacksrichtungen gehen, so Gabriele Amann von der Firma Kotanyi, immer mehr in Richtung Asien, Gewürze wie Curry oder Ingwer sind dabei ebenso ein Thema wie die immer wieder aktuellen Klassiker wie Pfeffer oder Knoblauch. „Der beste Zeitpunkt zum Würzen ist übrigens unmittelbar nach dem Wenden des Grillgutes, da entfalten die Gewürze dann ihr optimales Aroma.“Bei Kotanyi – heuer 130 Jahre alt – kann man gerade auch Griller und Grillkurse gewinnen.

Ein gutes Rezept für  einen gesunden Grill-Salat

Sommersalat mit Blüten
2 Handvoll frische, essbare
Blüten von Ringelblume,
Kapuzinerkresse, Taglilien,
Salbei, Hornveilchen,
Gänseblümchen, Schnittlauch
Schüssel gemischte Blattsalate
1 Mozzarella
1 Schalotte
4 EL Olivenöl
4 EL Essig oder Zitronensaft
1/16 l Wasser
2 TL süßer Senf
2 TL Honig, Salz, Pfeffer

Salat und Blüten waschen und trockenschütteln. Einige Blüten zur Dekoration beiseite legen. Den Rest mit der Schalotte fein schneiden. Salat in mundgerechte Stücke reißen. Mozzarella würfeln und zum Salat geben. Schalotte und gehackte Blüten mit Öl, Essig und Gewürzen zu einem Dressing verrühren, Salat marinieren, mit Blüten verzieren, gleich servieren. 

www.kotanyi.com

 www.umweltberatung.at

 www.caloryguard.de