Erstellt am 29. November 2010, 07:53

Lust auf Winterschlaf?. AUFSTEHEN / Wer sich morgens etwas Gutes tut, kommt leichter aus dem Bett – auch wenn es draußen finster ist.

NOEN, BilderBox.com (www.bilderbox.com)
VON CHRISTINE HAIDERER

Der Wecker läutet. Halbverschlafene Augen blicken aus dem Fenster – und: Es ist noch stockfinster. Langsam macht sich der Gedanke breit, dass man wohl heute wieder das Auto abkratzen muss, Schnee und eisige Temperaturen angesagt sind. Dabei wäre es im Bett jetzt so schön warm und gemütlich …

Im Winter ist es manchmal alles andere als leicht, voller Energie und Tatendrang aus dem Bett zu krabbeln. Ein Grund dafür ist das fehlende Licht. „Auf Licht und Dunkelheit sind wir von Natur aus gepolt“, betont Elfriede Kastenberger, Psychotherapeutin in Baden. Früher gab es Licht am Tag und Dunkelheit in der Nacht. Spätestens seit Erfindung des künstlichen Lichts ist das aber nicht mehr so. Dennoch kann man etwas tun, um doch noch aus dem Bett rauszukommen. Einige Ideen von der Expertin:
• Positive Gedanken. „Vielleicht kann man sich abends überlegen, worüber man sich morgens freuen kann“, meint Kastenberger. Jeder Tag bietet Ereignisse, auf die man sich freuen kann. Wenn man sich diese freudigen Gedanken schon am Vorabend zurecht legt, kann man damit morgens aufwachen.

Vom Kaffee über Schokolade bis hin zum Gähnen
• Kleine Rituale. Oder man macht in der Früh etwas, das einem Spaß macht. Gemeint ist damit weniger das eventuell amüsante Dem-Partner-seine-Bettdecke-Wegziehen als viel mehr etwas für sich selbst zu tun. Zum Beispiel kann man einen Wasserkocher neben das Bett stellen und sich morgens gleich nach dem Aufwachen eine köstliche Tasse gönnen oder eine Espressomaschine für duftenden Kaffee. Vielleicht ist es aber auch ein kleines Stück Schokolade am Nachttisch oder ein Glas Wasser. Wichtig ist, dass man diese Rituale einige Zeit durchführt, damit man sich daran gewöhnt.

• Übungen im Bett. Um morgens munterer zu werden, kann man sich auch „dehnen, zusammenrollen und gähnen – so wie Katzen, die sich durchstrecken, wenn sie geschlafen haben“, rät Kastenberger.
• Früher aufstehen. Man könnte auch ausprobieren, eine halbe Stunde früher als sonst aufzustehen. Der Vorteil: Man darf sich auf einen geruhsamen Morgen freuen, vielleicht gemeinsam mit der Familie frühstücken. Wenn man nicht allzu spät schlafen gegangen ist, fehlt dem Körper diese halbe Stunde Schlaf nicht. Allerdings ist nicht jeder Mensch ein Morgenmensch und daher ist nicht jeder für ein gemeinsames Frühstück geeignet. „Wenn der andere ein anderes Tag/Nacht-Verhalten hat, sollte man das respektieren“, rät Kastenberger. Auch kann manchen die neue Gewohnheit schwerer fallen: „Menschen, die zeitig schlafen gehen müssen, fällt es schwerer, sich umzustellen.“
• Früh schlafen gehen. Manchmal liegt das Problem auch darin, dass man sich nachts zu wenig erholt hat. „Man braucht ein gewisses Minimum an Schlaf.“ Daher sollte man sich überlegen, vielleicht früher schlafen zu gehen.
• Sport. Wenn man regelmäßig Bewegung macht, bringt das einen in Schwung. Zum Beispiel kann man morgens mit einem Freund laufen gehen.