Erstellt am 04. Oktober 2010, 00:00

Mach mich wach!. Zeig mir deinen Kaffee– und ich sag’ dir, wer du bist: Karmasin-Studie spürt den Trends am Kaffeesektor nach. Vorlieben lassen Rückschluss auf Persönlichkeit zu.

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VON TINA WESSIG

Drei bis fünf Tassen Kaffee trinken wir im Durchschnitt pro Tag. Das war auch letzten Freitag so, als weltweit der „Tag des Kaffees“ zelebriert wurde. Nun hat eine Karmasin-Studie den „Kaffee-Typen“ nachgespürt und ist zu folgendem Resultat gekommen:

Die Melange wurde als tendenziell weiblich, zwischen 40 und 50, freundlich, fürsorglich und gebildet charakterisiert. Tradition und Gemütlichkeit sind diesem Typ wichtig.

Den Espresso-Trinker stellt man sich als jungen, erfolgsorientierten männlichen Single vor. Dieser Typ ist dynamisch, cool, aber auch etwas risikofreudig.

Der große Braune symbolisiert die „goldene Mitte“ und wird von zuverlässigen Menschen bevorzugt, denen entspannte Stimmung wichtig ist.

Den Charakter passionierter Cappuccino-Trinker fasst Studienautorin Helene Karmasin so zusammen: „Wäre die Hauptdarstellerin der Fernsehserie ,Sex and the City‘ ein Kaffee, wäre sie ein Cappuccino: jung, gesellig, modebewusst und romantisch.“

Und zu guter Letzt werden Aroma-Typen, die ihren Kaffee mit Vanille- oder Caramel-Geschmack lieben, als jung und flippig beschrieben. Sie möchten ihr Leben genießen. Kaffee sollte für sie vor allem Pepp haben.

Einer, der die Kaffee-Vorlieben der Landsleute am besten kennt , ist Johannes Unterweger, Landesinnungsmeister der Konditoren mit Kaffee-Konditorei in Horn.

Er legt großen Wert darauf, die lieb gewonnene Tradition der Kaffeekultur zu bewahren. Darum wird bei ihm auch auf das obligate Wasser zum Kaffee geachtet, das den Wasserhaushalt im Körper wieder ausgleichen soll.

„Besonders der Caffe Latte ist bei uns irrsinnig in Mode gekommen“, plaudert Unterweger aus seiner Praxis, „wahrscheinlich auch deshalb, weil er in den schönen Gläsern so appetitlich aussieht!“ Vom aromatisierten Kaffee hingegen ist Unterweger wenig begeistert:

„Wer ihn mit Karamellgeschmack will, bekommt ihn, aber mir schmeckt ein kleiner Brauner ohne Zucker am besten.“

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Um die gesundheitlichen Auswirkungen von Kaffee ranken sich zahllose Gerüchte, etwa jenes über das verträgliche Maß pro Tag. Je nach Sorte und Stärke enthält eine Tasse Kaffee 50 bis 150 mg Koffein.-->

Etwa eine halbe Stunde nach dem Genuss des „Muntermachers“ ist die höchste Koffein-Konzentration im Blut erreicht und hält bis zu zwei Stunden lang an. Während dieser Zeit wirkt das Koffein stimulierend auf Herz, Kreislauf, Nieren, Magen und Darm. Dieser Effekt ist durch höhere Dosierungen nicht steigerbar, die Wirkung einer Tasse kann durch weiteres Kaffeetrinken also nicht verstärkt werden.

Im Gegenteil: Durch übermäßigen Konsum können Konzentrationsschwäche, Nervosität und Herzklopfen auftreten. „Wie so oft gilt auch hier das Motto ‚In Maßen genießen‘“, weiß Petra Nemec, Ernährungsexpertin von „die umweltberatung“. „Generell magenschonender ist der Kaffee ohne Milch, weil ihr Fett die Magenverweildauer verlängert und somit die Einwirkzeit der Säuren auf die Magenschleimhaut. Ausschlaggebend ist der Röstgrad, deshalb auf gute Qualität achten.“WALDHÄUSL

„Am liebsten braun & ohne Zucker“: Johannes Unterweger, Landesinnungsmeister der Konditoren.

ZVG