Erstellt am 14. Juli 2013, 13:46

Mehr Bewusstsein für Vorsorge. Programm / SVA-Kunden können sich gesunde Ziele stecken, sie erreichen und so Selbstbehalt sparen.

 |  NOEN, SVA
Von Christine Haiderer

„In Österreich haben wir eine gut entwickelte Krankheitsversorgung. Woran es allerdings mangelt, ist ein Bewusstsein für die eigene Gesundheit“, glaubt Peter McDonald, stellvertretender Obmann der SVA.

Dieses Bewusstsein zu stärken, ist ein Ziel von „Selbständig Gesund“, einem Programm der SVA für einen gesünderen Lebensstil. Seit 1. Jänner 2012.

Immerhin sporteln laut einer Studie des Ludwig Boltzmann Instituts 35 Prozent der Österreicher gar nicht, in NÖ sind es 41 Prozent. Auch beim Rauchen ist NÖ mit über 39 Prozent Rauchern ganz vorne.

Ziele setzen nach der Vorsorge-Untersuchung

Das Prinzip hinter dem Programm: Der Versicherte macht eine Vorsorgeuntersuchung und legt dann mit dem Arzt Ziele fest, die er in den nächsten Monaten erreichen will. In Bezug auf Blutdruck, Gewicht, Bewegung, Tabak und Alkohol. „Wir haben absichtlich die fünf Bereiche genommen, die der Mensch selbst beeinflussen kann und die andererseits die größten Krankheitstreiber sind.“

Zur Kritik, die zu Beginn des Projekts aufkam, dass das Programm Kranke benachteiligen würde, meint McDonald, dass die Gesundheitsziele individuell auf den Menschen und seinen aktuellen Gesundheitszustand angepasst sind. „Es geht nicht darum, dass jemand, der sich gar nicht bewegt, zum Marathonläufer wird.“ Sondern da rum, dass man anfängt, sich zu bewegen. Lebt jemand bereits gesund, kann er sich zum Ziel setzen, seine Werte zu halten.

Werden bis zum nächsten Gesundheitscheck alle Ziele erreicht, braucht man in den nächsten zwei bzw. drei Jahren nur zehn anstatt 20 Prozent Selbstbehalt zu zahlen.

Und wie wird „Selbständig Gesund“ genutzt? Österreichweit haben 12 Prozent der SVA-Versicherten das Programm gestartet, in NÖ 8,8 Prozent. „Wir bekommen gutes Feedback, von den Versicherten und von den Ärzten.“ Und: „Die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen in NÖ ist 2012 im Vergleich zum Vorjahr um rund 77 Prozent gestiegen.“