Erstellt am 14. März 2011, 07:54

Most isst sich gut. KOCHKUNST / Genießer würdigen den Most längst als wunderbares Getränk. Es lassen sich damit aber auch vorzügliche Speisen zaubern.

 |  NOEN
VON HERMANN KNAPP

Der Mostfrühling zieht ins Land – und die Betriebe der Moststraße im Bezirk Amstetten locken wieder Genießer von nah und fern mit ihren hochwertigen Produkten. Dass der Most qualitativ längst mit dem Wein auf Augenhöhe ist, das bescheinigten im Herbst des Vorjahres auch die Tester des renommierten A la Carte-Magazins mit Spitzenbewertungen. Und in seiner April-Ausgabe wird erstmals auch das Falstaff-Magazin eine Reportage über den Most bringen. 25 Moste haben die Tester vor kurzem im Landhaus in Ardagger verkostet.

Die obersten Botschafter der Mostkultur, die so genannten Mostbarone, freuen sich natürlich über die Anerkennung für ihre Spitzengetränke. „Wir wollen aber auch darauf hinweisen, dass der Most noch mehr kann – er eignet sich nämlich ganz vorzüglich zum Kochen“, sagt der designierte Primus der Mostbarone, Leopold Reikersdorfer aus Neuhofen an der Ybbs.
Den Beweis traten die Mostbarone am Montag der Vorwoche in der Mostelleria in Öhling an: Sie schwangen persönlich die Kochlöffel und zauberten unter Anleitung von Moststraßengeschäftsführer Christian Haber-hauer ein wunderbares Gericht: Speckbirnen-Forelle auf Most-Risotto mit glacierten Roten Rüben und Eisbergsalat mit Birnenbalsamicoglace.

Mostelleria bietet auch Spezialkochkurse an
Als Gäste hatten sich die Mostbarone die schärfsten Kritiker geladen, die überhaupt denkbar sind: ihre Ehefrauen. Und diese vergaben durchwegs Höchstnoten: „Vermutlich wird nun so mancher Mostbaron künftig zu Hause mehr Zeit am Herd verbringen müssen“, resümierte Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer. Sie weiß natürlich längst, dass sich mit Most ganz vorzügliche Speisen zubereiten lassen. Wer das selbst gerne entdecken möchte, der kann in der Mostelleria einen Spezial-Kochkurs buchen; der nächste findet schon am 26. März statt. „Dabei wird ein viergängiges Frühlingsmenü gekocht, das Körper und Geist aktiviert. Start ist um 19 Uhr. Für 90 Euro gibt es auch noch eine Kochschürze, Getränkebegleitung und Rezeptmappe“, sagt Doris Hausberger (Infos: www.mostelleria.at).

„Genuss“ ist auch das zentrale Thema des Mostfrühlings. Am 19. März eröffnet das MostBirnHaus die neue Saison und gibt damit den Startschuss für einen bunten Veranstaltungsreigen in der Region, der seinen Höhepunkt mit dem Tag des Mostes am 24. April (Ostersonntag) findet. Da wird es Baumblütenwanderungen, gesellige Feste, Musik und Tanz geben. Alle Moststraßenbetriebe haben geöffnet und bieten Moste und Säfte zur Verkostung an – und natürlich Schmankerln aus der Region. Auf verwöhnte Gaumen warten auch so außergewöhnliche Genüsse wie Mostkäse, Birnensenf und selbst gemachte Schokopralinen.
 www.moststrasse.at