Erstellt am 27. Dezember 2010, 00:00

 Nach Keksen &.  WIEDER WOHL FÜHLEN / Wenig Bewegung, dafür umso mehr

Junge Frau schaut nachdenklich  |  NOEN
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VON CHRISTINE HAIDERER
Morgens ein ausgedehntes Frühstück, mittags ein dreigängiges Menü bei der Tante, am Nachmittag Kaffee und viel, viel Kuchen, danach Chips vorm Fernseher …

Zu den Feiertagen hat man endlich Zeit, Zeit zu essen. Für Bewegung hingegen keine. Immerhin möchte man den neuesten Tratsch erfahren, plaudern und sich endlich entspannen. Kurz und gut: Nichts tun und genießen. Die schlechte Nachricht: „Mit zehn Keksen hat man schon eine Hauptmahlzeit gegessen“, verrät Ulrike Thaler, Diaetologin aus Zwettl. Die gute Nachricht: „Mir ist noch niemand untergekommen, der über 5 Kilo zugenommen hätte.“ Zwei, drei Kilo können als Resultat ausgedehnter Verwandtschaftsbesuche also durchaus vorkommen. Negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben diese paar Tage Dauerschlemmen aber keine. Und was die Kalorien betrifft: Entscheidend ist nicht, was man zwischen Weihnachten und Neujahr isst, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten. Vom Naschen braucht man sich also nicht abhalten lassen.

Dennoch kann man sich nach tagelangem Nichtstun unwohl fühlen. Nicht zu empfehlen ist dann zum Beispiel, nur Eiweiß zu sich zu nehmen. Bei manchen kann das sogar gefährlich werden.

Fitte Tipps hingegen sind:

Hauptmahlzeiten.
Man sollte sich auf Frühstück, Mittagessen und Abendessen konzentrieren und zwischen den Hauptmahlzeiten nichts essen.

Wasser.
Statt dessen sollte man dazwischen mehr trinken: Wasser, Mineralwasser und Tee, zumindest vorübergehend.

Beratung.
Wenn man ein längerfristiges Problem hat, sollte man sich von einem Arzt oder einem Diaetologen beraten lassen.

Alltagsfitness.
Egal ob man fitter werden will oder der Neujahrsvorsatz ein gesünderes Leben betrifft – der erste Schritt ist: sich zu überwinden. „Versuchen Sie, ganz nach dem Motto ‚wenig hilft viel‘, Ihren Alltag als Ihr persönliches Fitnesscenter zu sehen“, empfiehlt Alexandra Fuchs, Sportwissenschafterin von der Initiative „Gesundes Niederösterreich“. Also, Stiegen statt Lift, zu Fuß statt mit dem Auto und: „Jede Gelegenheit nützen, sich zu strecken und recken.“ Zudem kann man, wenn man lange sitzt oder steht, zehnminütige Bewegungspausen einschieben. „Alleine sechs solcher ‚Bewegungspausen‘ machen in Summe eine Stunde Bewegung am Tag!“

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Spaß.
Wichtig in Sachen Motivation ist auch, eine (oder mehrere) Sportarten zu wählen, die langfristig Spaß machen und ohne großen Aufwand auszuüben sind.

Pause.
Man sollte auf sein Gefühl hören und Pausen machen oder – wenn man an seine Grenzen stößt – aufhören, rät Fuchs.

Energietankstelle.
Wer sich motivieren will, sollte daran denken, dass man sich durch mehr Bewegung aktiver und vitaler fühlt und viel besser gelaunt ist. Zudem werden die Muskeln kräftiger, der Körper beweglicher und man verbraucht mehr Energie und „kann dadurch ohne schlechtes Gewissen einige Kekse essen“.

Realistisch.
Auch sollten die Ziele nicht zu hochgesteckt sein. Man kann sich auch einen Trainingsplan machen und mit den Übungen anfangen, die Spaß machen und einfach sind.

Winteraktiv.
Eine gute Möglichkeit aktiv zu sein, bietet auch Schnee. „Wir können beim Schneeschaufeln unsere Oberarmmuskulatur trainieren. Rodeln ist ein lustiges und zudem kostenloses Vergnügen. Und mit einer Schneeballschlacht lassen sich überflüssige Weihnachtskalorien auf humorvolle Weise abbauen.“

Fitte Tipps: „besser bewegen“-Buch,  Bestellung: 02742/22655

Nach den Feiertagen ist man oft erschöpft und ausgelaugt.

Gesunde Ernährung und Bewegung machen aber wieder fit.

WALDHÄUSL