Erstellt am 26. Dezember 2011, 00:00

neue Jahr. leben zu wollen, sollte sich erreichbare Ziele stecken.

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VON CHRISTINE HAIDERER

„Morgen höre ich mit dem Rauchen auf“, „Jetzt bewege ich mich endlich“, „Ein wenig Abnehmen wäre gut“ – jedes Jahr, wenn Silvester näher rückt, tauchen sie wieder auf: die Neujahrsvorsätze.

Doch wie schafft man es, sie auch umzusetzen? Zum einen sollte man sich nicht von Freunden oder Familie Vorsätze einreden lassen. Statt dessen: „Einen Vorsatz wählen, der zu einem passt, der ein wirkliches Anliegen betrifft“, rät Michael Stockert, Psychotherapeut aus Korneuburg. Denn: Zu jedem passt etwas anderes. Einer versteht unter „mehr Bewegung“ zwei Mal Sport in der Woche, ein anderer vier Mal.

Man kann sich überlegen, woran es bisher gescheitert ist, dass man mit dem Rauchen oder Trinken nicht aufgehört hat. Man kann fragen: Kann man diesen Grund wirklich aufgeben? Will man sich wirklich ändern?

„Wir geben nicht gerne etwas her, wenn wir dafür nicht etwas gewinnen“, erläutert der Psychotherapeut.

Selbstbestätigung ist  wichtig: geschafft!

 

„Daher ist es sinnvoll, wenn der Vorsatz mit einem Gewinn verbunden ist. Zum Beispiel kann man sich etwas Schönes kaufen, wenn man es geschafft hat, fleißig zu trainieren und einen Marathon zu bewältigen. Dieser Gewinn, diese Belohnung kann aber auch ein Nutzen sein, den man dadurch erhält. „Das kann auch Selbstbestätigung sein: Ja, ich habe es geschafft.“ Darüber hinaus sollte das Ziel klein und erreichbar gestaltet sein, so Stockert. Man kann auch sein Vorhaben bis Ostern ausprobieren, schlägt Stockert vor, und bei Bedarf etwas ändern. Denn es geht nicht nur darum, das Ziel mit allen Mitteln und unbedingt zu erreichen. Wichtig ist: „Was passt zu mir?“ und „Tut es mir gut?“ Es sollte die Freundlichkeit dominieren und nicht Strenge und Härte. Denn: „Wenn man zu streng ist, geht das nach hinten los. Es sträubt sich etwas im Inneren dagegen.“ Und der Vorsatz kann nicht langfristig umgesetzt werden.

Egal, ob man mit 1. 1. oder einige Tage später mit seinem „neuen“ Leben beginnt, heikle Situationen lassen sich vorbereiten. Beispielsweise in dem man sich positiv formulierte Sätze überlegt, die man hervorzaubert, wenn die Freunde maulen, weil man plötzlich keinen Alkohol mehr trinken will. Wie: „Das ist mein Projekt für dieses Jahr. Ich bin stolz auf mich, wenn ich das schaffe.“

Sich mehr Zeit mit der Familie nehmen, mehr lachen, mehr Sport betreiben, ausgewogen essen – am 31. Dezember beschäftigen sich viele damit, wie sie gesünder leben könnten. WALDHÄUSL