Erstellt am 19. November 2010, 11:54

Neuer Tomograph soll frühe Krebs-Diagnose erleichtern. Enorme Fortschritte bei der frühzeitigen Diagnose von Krebs oder Demenz erwarten Mediziner von einem völlig neuartigen Tomographen, dessen klinischer Anwendungstest am Freitag im Münchner Universitätsklinikum rechts der Isar begonnen hat.

Die Ärzte können damit zum ersten Mal die Lage der Organe im Körper, ihre Funktion und den Zellstoffwechsel gleichzeitig in einem Bild sehen.

Das zeige nicht nur, "wo im Körper sich ein Tumor befindet, sondern auch seine Art und seine Aktivität" und außerdem, "wie der Körper auf verabreichte Medikamente reagiert", erklärten das Klinikum und Hersteller Siemens. Mit dem Gerät "stoßen wir heute in eine neue Dimension der bildgestützten Diagnostik vor" und "können bald Krankheiten bereits in einem sehr frühen Stadium diagnostizieren", sagte Professor Markus Schwaiger, Direktor der Nuklearmedizin im Klinikum rechts der Isar.

Schon der klinische Testlauf helfe, den Verlauf von Krankheiten zu beobachten und einen Therapieplan für den jeweiligen Patienten zu entwickeln. "Außerdem haben wir vor, das System in der langjährigen Krebs-Nachsorge einzusetzen, da wir die Bestrahlungslast für den Patienten durch das neue System reduzieren können", sagte der Mediziner.