Erstellt am 30. Januar 2013, 16:31

Niederösterreicher spendeten 1,5 Mio. Euro. 19.669 Niederösterreicher spendeten 2012 insgesamt 1,5 Mio. Euro an "Licht für die Welt". Etliche Prominente waren dabei, als die Organisation am Mittwoch diese Zahlen präsentierte und in ihr 25. Jahr startete.

Jubiläum - Start ins 25. Jahr. Anna Oberdorfer, Chris Lohner, Thomas C. Brezina und Brigitte Mezera von "Licht für die Welt". Foto: APA-Fotoservice/Preiss/Licht für die Welt  |  NOEN, APA-Fotoservice/Preiss/Licht für die Welt
Chris Lohner, Thomas C. Brezina, Kristina Sprenger und Godfrey Egbon waren dabei, als "Licht für die Welt" am Mittwoch in der Jahres-Pressekonferenz die Zahlen von 2012 präsentierte und damit offiziell ins Jubiläumsjahr 2013 "25 Jahre Licht für die Welt" startete. Sowohl Erträge, als auch die Anzahl unterstützter Projekte konnten im Vorjahresvergleich weiter gesteigert werden. Mehr als 42.600 Augenlicht rettende Operationen am Grauen Star wurden durchgeführt.

"Licht für die Welt" präsentierte auch einen neuen Kinderpaten: Thomas C. Brezina!

Goodwill Ambassador Chris Lohner begrüßt im Dunkeln

Um auch für Sehende erlebbar zu machen, wie es ist, blind zu sein, startete die Pressekonferenz bei „Dialog im Dunkeln“ in einem komplett abgedunkelten Raum. Die Spannung der Gäste war spürbar, als in der Dunkelheit „Österreichs bekannteste Stimme“ die Anwesenden auf eine kurze Erlebnisreise nach Afrika mitnahm

Chris Lohners Worte beschrieben, wie es ist, in den ärmsten Gebieten der Welt blind zu sein. Lohner, die bereits seit 2001 aktiv für "Licht für die Welt" im Einsatz ist: „Ich freue mich, heuer ins zwölfte Jahr meines Engagements für blinde und anders behinderte Menschen in den ärmsten Regionen der Welt starten zu können. Im März werde ich nach Burkina Faso reisen, um mir wieder persönlich ein Bild vom Fortschritt der dortigen Projekte machen zu können.“

2012: Mehr Erlöse, mehr Projekte

Mit Spenden aus Österreich konnte  "Licht für die Welt" im vergangenen Jahr 42.643 Operationen am Grauen Star ermöglichen, rund ein Drittel davon im Schwerpunktland Äthiopien, sowie 57.243 behinderten Kindern Rehabilitation ermöglichen. In 148 (+ 6) Hilfsprojekten hat  "Licht für die Welt" 1.038.901 Menschen erreicht.

Die Erlöse betrugen erfreuliche 13,91 Millionen Euro (+ 1,59 Mio. im Vergleich zu 2011). „Ich bedanke mich bei allen 113.000 Spenderinnen und Spendern in Österreich, die  "Licht für die Welt" im vergangenen Jahr ihr Vertrauen geschenkt und 8,96 Mio. Euro gespendet haben!“, freut sich Geschäftsführer Rupert Roniger.

25 Jahre  "Licht für die Welt"

Seit der Gründung im Jahr 1988 konnte "Licht für die Welt" über eine halbe Million Operationen am Grauen Star ermöglichen und 247.430 Kinder mit Behinderungen rehabilitativ fördern. Die Österreicherinnen und Österreicher haben die Projektarbeit von  "Licht für die Welt" mit insgesamt 117,5 Mio. Euro erst möglich gemacht.

Thomas C. Brezina als neuer Familienbotschafter

Schauspielerin Kristina Sprenger und Model Godfrey Egbon hießen auf der Pressekonferenz einen neuen prominenten Unterstützer im Kreis der Kinderpaten willkommen: den erfolgreichsten deutschsprachigen Kinderbuchautor Thomas C. Brezina! „Es ist ein sehr schönes Zeichen, dass ich dieses Amt als Kinderpate genau heute an meinem 50. Geburtstag übernehme“, freut sich Brezina. „Diese Patenschaft ist mir ein großes persönliches Anliegen. Für 2013 wünsche ich mir, dass wir es gemeinsam schaffen, noch mehr Kindern zu helfen und Bewusstsein für die Anliegen von Kindern mit Behinderungen zu schaffen.“

Thomas C. Brezina, Kristina Sprenger und Godfrey Egbon unterstützen als Kinderpaten  "Licht für die Welt" nicht nur mit ihren Namen, sondern auch mit regelmäßigen persönlichen Spenden. Das Geld kommt Kindern mit Behinderungen zugute, die in Rehabilitationsprojekten die Chance auf medizinische Versorgung und Schulbildung erhalten.

Ambitionierte Ziele 2013 für Mosambik, Äthiopien und Burkina Faso

In Beira, der zweitgrößten Stadt Mosambiks, wird ab 2013 eine neue Augenklinik errichtet, die Anlaufstelle für 1,6 Millionen Menschen in der gesamten Provinz Sofala ist. In diesem Spital werden nicht nur blinde und augenkranke Patientinnen und Patienten untersucht, sondern auch augenmedizinische Fachkräfte ausgebildet, die in den umliegenden Regionen zum Einsatz kommen.

Für den Klinikbau wurde von zwei vermögenden Privatpersonen die Übernahme eines Großteils der Kosten zugesagt. Für die noch fehlenden 350.000 Euro bittet  "Licht für die Welt" um weitere Spenden.

Internationale Beteiligung bei der Trachom-Bekämpfung

Gemeinsam mit anderen Fachorganisationen beteiligt sich "Licht für die Welt" an einem mit 10 Millionen Pfund von der britischen Regierung finanzierten internationalen Programm zur Eliminierung von Trachom.

Trachom ist neben dem Grauen Star eine der Hauptursachen für Blindheit in Entwicklungsländern. Es ist eine schmerzhafte und langwierige Infektionskrankheit, die durch verschmutztes Wasser und mangelnde Hygiene entsteht. Allein in Äthiopien leiden rund 9 Millionen Kinder und 1,3 Millionen Erwachsene an Trachom.  "Licht für die Welt" führt in den beiden Provinzen Tigray und Somali (insgesamt 9 Mio. Einwohner) Erhebungen zur Häufigkeit von Trachom durch.

Burkina Faso: Bildung für alle

In Burkina Faso startet  "Licht für die Welt" ein Programm zu „Inklusiver Bildung“. Ausgehend von einem Pilotprojekt in der Gemeinde Garango wird das Programm auf die gesamte Region ausgeweitet mit dem Ziel, dass Kinder mit Behinderungen gemeinsam mit nicht-behinderten Kindern zur Schule gehen können.

Lokale Augenärzte aus- und weiterbilden

Dr. Karl Rigal, Oberarzt am Wiener Hanusch-Krankenhaus und Vorstandsmitglied von  "Licht für die Welt", ist soeben von einem ehrenamtlichen Projekteinsatz im westafrikanischen Burkina Faso zurückgekommen: „Im Dezember haben wir eine umfassende Weiterbildung für Augenärzte in Burkina Faso durchgeführt. Denn die Ausbildung einheimischer Fachkräfte ist die einzige Chance, vermeidbare Blindheit wirkungsvoll zu bekämpfen.“ Derzeit werden 38 Augenärzte in Äthiopien, Tansania, Burkina Faso, Kenia und anderen afrikanischen Ländern mit Unterstützung von  "Licht für die Welt" ausgebildet.

Unterstützung von Firmen

Die CROMA-PHARMA GmbH, ein österreichisches Familienunternehmen für Arzneimittel und chirurgische Produkte, spendet seit über zehn Jahren wichtige medizinische Hilfsgüter an  "Licht für die Welt".

2012 hat das niederösterreichische Unternehmen die bisher größte Sachspende in der Geschichte von "Licht für die Welt" übergeben: 23.105 viskoelastische Lösungen für Operationen am Grauen Star und 25.000 Einheiten entzündungshemmende Augentropfen. „Diese große Sachspende wird in unseren Projektländern dringend gebraucht und ermöglicht Augen-OPs in hoher Qualität. Eine unglaublich wertvolle Unterstützung für unsere Arbeit“, bedankte sich Geschäftsführer Rupert Roniger.