Erstellt am 03. Februar 2013, 14:31

Nur nicht küssen!. Grippewelle / Wenn überall geniest und gehustet wird, sollte man Menschenmassen meiden und sich bei Begrüßungen zurückhalten.

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Von Christine Haiderer

Jeden Winter breitet sie sich aus: die Influenza, die echte Grippe. Manchmal mehr. Manchmal weniger. In NÖ liegt sie zurzeit im Mittelfeld.

Es gab schon Jahre, in denen wesentlich mehr Menschen zu dieser Jahreszeit betroffen waren, aber auch schon Jahre, in denen es weniger waren. Das zeigen die Krankenstandstage der NÖ Gebietskrankenkasse. Laut dieser kann eine Impfung übrigens auch jetzt noch Sinn machen.

Geht es nach Influenza-Experten Gerald Eder tut es das dann, wenn man davon ausgeht, dass man  heuer spät damit konfrontiert wird. Immerhin muss sich der Impfschutz erst aufbauen.

Ist man hingegen schon geimpft, sieht es Eder zufolge gut aus. Denn: „Die Impfstoffe haben die Stämme, die heuer auftreten.“ Der Grippe-Impfstoff ist ja jedes Jahr ein anderer. Angepasst an die Virenstämme, von denen Experten ausgehen, dass sie grassieren werden. Mit der aktuellen Grippeimpfung ist der Schutz somit gut.

Doch Vorsicht: Die Grippeimpfung schützt natürlich nicht vor einem grippalen Infekt (einer Erkältung). Denn dabei handelt es sich um eine andere Erkrankung. Im Gegensatz zu einer Erkältung kann eine Grippe schwerwiegende Komplikationen mit sich bringen. Typische Symptome für die echte Grippe können laut Gesundheitsministerium sein: schlagartig auftretendes hohes Fieber (38,5 Grad oder höher), trockener Reizhusten, Rachenbeschwerden, Kopf- und/oder Muskelschmerzen, Schwäche, Schweißausbrüche, Erbrechen und Durchfall. Daher gilt: Hände waschen und gut angezogen ins Freie gehen! Damit die Schleimhaut nicht austrocknet. „Die Nasenschleimhaut zu pflegen ist wichtig“, sagt Eder. Sie ist die erste Barriere, an der Viren auf dem Weg in den Körper vorbei müssen.


Zur Vorbeugung

Tipps des Gesundheitsministeriums zur Influenza:
• Das Berühren von Augen, Nase & Mund möglichst vermeiden!
• Hände häufig waschen (mit Wasser und Seife, mindestens 20 bis 30 Sekunden) oder bei Bedarf mit einem
Händedesinfektionsmittel desinfizieren (siehe Gebrauchsanweisung)! Weil die Hände bei erkrankten Menschen oft mit Viren verunreinigt sind. Zum Beispiel durchs Handvorhalten beim Husten.
• Hat man Grippesymptome an sich festgestellt, sollte man zu Hause bleiben und sich auskurieren, ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und öffentliche Verkehrsmittel meiden.
• Außerdem: Umarmungen, Händeschütteln und Küsschen vermeiden!
• Das deutsche Robert-Koch-Institut rät zudem in seinen Techniken zur Selbstverteidigung gegen Grippe:
• Hygienisch husten! In den Ärmel zum Beispiel. Auf jeden Fall nicht in die Hand!
• Geschlossene Räume regelmäßig lüften, drei bis vier Mal täglich!
• Auf Sauberkeit in der Wohnung insbesondere in Küche und Bad achten.
• Auf seinen Körper hören!


Was man im Falle eines Krankenstandes tun sollte, verrät die NÖ Gebietskrankenkasse:

Den Dienstgeber umgehend über den Krankenstand informieren.
Der Arzt stellt die Arbeitsunfähigkeit (aufgrund der Erkrankung) fest und meldet das an die NÖ Gebietskrankenkasse.
Was der Arzt angeordnet hat (wie etwa Bettruhe), sollte man einhalten. „Bewilligte Ausgehzeiten sind einzuhalten.“
Wenn man sich nicht zu Hause auskuriert, sondern woanders, muss man der Krankenkasse Bescheid geben, wo man ist. Liegt der Aufenthaltsort außerhalb von NÖ, braucht man dazu vorher die Zustimmung der Kasse.

Geht es einem wieder besser, lässt man sich vom Arzt wieder gesund schreiben. „Der Dienstgeber erhält die ärztliche Bescheinigung über die Dauer der Arbeitsunfähigkeit infolge der Erkrankungen (selbstverständlich ohne Angabe der Krankenstands-Diagnose!).“
www.noegkk.at