Erstellt am 17. Oktober 2011, 15:36

Österreicher mit Gesundheitssystem zufrieden. Die Österreicher sind im EU-Vergleich mit dem heimischen Gesundheitssystem und der öffentlichen Verwaltung zufrieden.

Laut einer von der EU-Kommission am Montag präsentierten Eurobarometer-Umfrage weisen die Österreicher in diesen beiden Bereichen die zweithöchste Zufriedenheit in der Union auf. Die Umfrage wurde im Juni mit einer Stichprobe von rund 26.840 Befragten durchgeführt.

Insgesamt sind die Europäer mit der öffentlichen Verwaltung eher unzufrieden. Die schlechtesten Werte erhielten die Verwaltungen in Griechenland, Rumänien und Lettland sowie Irland. Mit dem Gesundheitssystem ist die Mehrheit der EU-Bürger zufrieden, die Unterschiede zwischen den Ländern sind aber eklatant. 95 Prozent der Belgier sind zufrieden mit ihrem Gesundheitssystem, gefolgt von Österreich mit 94 Prozent. Hingegen sind nur 13 Prozent der Rumänen mit ihrem örtlichen Gesundheitswesen zufrieden.

Mit der Lage der nationalen Wirtschaft sind aber nur 30 Prozent der EU-Bürger zufrieden, im Vergleich zu 78 Prozent der Österreicher. Die Zufriedenheit der Griechen mit ihrer Wirtschaft liegt bei 0 Prozent. "Die Europäische Union steht derzeit vor enormen Herausforderungen, die schwierige Entscheidungen und neue Prioritäten verlangen", erklärte Laszlo Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration. Er betonte, dass die Umfrageergebnisse die wachsenden Unterschiede zwischen den Ländern im Vergleich zu 2010 aufzeigen. Die Lage in den wohlhabenderen Ländern habe sich verbessert und in den Ländern am unteren Ende der Skala verschlechtert.

Insgesamt schätzen die Europäer die allgemeine Lage in ihren Ländern deutlich pessimistischer ein als ihre persönliche Situation. Die finanzielle Situation ihres Haushalts ist für 68 Prozent der EU-Bürger zufriedenstellend und 81 Prozent der Österreicher. Am unzufriedensten innerhalb der EU sind die Ungarn. Die Haushaltsfinanzen sind dort nur für knapp jeden Dritten zufriedenstellend.