Erstellt am 29. Juli 2013, 12:00

Patienten fordern Hepatitisplan. Früherkennung / Anlässlich des Welthepatitistages will die Hepatitis Hilfe Österreich Verbesserungen.

Von Christine Haiderer

„Verläuft eine Hepatitis A meist relativ harmlos, trifft das auf eine durch Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Viren verursachte Leberentzündung keineswegs zu“, verrät www.gesundheit.gv.at .

Hepatitis A wird etwa durch unsauberes Wasser, Eis, Salate usw. übertragen, Hepatitis C hingegen über Blut-zu-Blut-Kontakt. Zum Beispiel im medizinischen Bereich, durch die gemeinsame Benutzung von Nadeln unter Drogenabhängigen, aber auch, wenn man Zahnbürsten oder Rasierapparate mit jemandem verwendet, der betroffen ist, bei unsauberem Piercen und Tätowieren … Und bei Hepatitis B kommt zum Blut-zu-Blut-Kontakt auch die Übertragung über Körperflüssigkeiten (etwa beim Sex) hinzu.

Rund 200.000 Menschen in Österreich leiden laut Hepatitis Hilfe Österreich an Hepatitis B oder C. Allein in NÖ werden etwa 25.000 Betroffene behandelt. Unbehandelt übrigens können Hepatitis B und C zu Zirrhose und Leberkrebs führen.

Betrachtet man einen Vergleich unter 30 europäischen Ländern, was Erkennung, Prävention und Behandlung betreffen, belegt Österreich den 15. Platz. Defizite gibt es vor allem in Sachen Bewusstseinsbildung, Früherkennung und Behandlung im Frühstadium. Auf Platz eins liegt Frankreich.

Grund dafür: „Frankreich hat als einziges Land in Europa – neben einer regionalen Initiative in Schottland – einen nationalen Hepatitis-Plan, der alle Aspekte der Vorsorge, Behandlung und Kontrolle umfasst“, betont Angelika Widhalm, die Vorsitzende der Patientenorganisation Hepatitis Hilfe Österreich (HHÖ). Einen solchen Aktionsplan fordert daher auch die Patientenorganisation Hepatitis Hilfe Österreich. Zur raschen Eindämmung der Erkrankung und zur Früherkennung von Infektionen.

www.gesundeleber.at
 



Zum Impfen:

Die Impfung gegen Hepatitis B wird allen empfohlen und ist im Gratiskinderimpfprogramm enthalten. Die Impfung gegen Hepatitis A hingegen nicht. Aber sie wird für Kleinkinder vor Eintritt in eine Gemeinschaftseinrichtung und Erwachsene, die in Lebensmittelbetrieben arbeiten, Ersthelfer sind, Kontakt zu Betroffenen haben … empfohlen. Gegen Hepatitis C gibt es keine Impfung. www.bmg.gv.at