Erstellt am 12. Januar 2012, 13:30

Patientenbefragung: Zufriedenheit auf hohem Niveau. Die Zufriedenheit mit den niederösterreichischen Landeskliniken ist auch 2011 auf hohem Niveau geblieben. Laut der am Donnerstag in St. Pölten präsentierten Patientenbefragung erhielt die Gesamtzufriedenheit an 25 Standorten im vergangenen Jahr rund 93 von 100 möglichen Punkten.

 |  NOEN, BilderBox / Erwin Wodicka (www.BilderBox.com)
2010 waren es 93,2 Punkte gewesen - was laut LHStv. Wolfgang Sobotka (V) im normalen statistischen Schwankungsbereich liege.

Welche Häuser am besten bzw. schlechtesten abschnitten, wurde - wie üblich - aus taktischen Gründen nicht bekanntgegeben. Generell lasse sich aber feststellen, dass jene Spitäler, die weniger als 300 Betten aufweisen, im Ranking vorne liegen - sie belegen die ersten neun Plätze in den Top Ten. Größere Krankenhäuser hätten durch die höhere Komplexität strukturelle Nachteile vor allem bei den Abläufen, der Kommunikation und der Information, "die sich nicht so leicht ausräumen lassen", erläuterte Sobotka.

Während das Pflegeteam mit durchschnittlich 96,2 Punkten und die Ärzte mit 94,6 Punkten auf den Spitzenplätzen liegen, ist bei der Servicequalität mit 89,6 Punkten noch am meisten Verbesserungspotenzial gegeben. In diesen Bereich falle auch der bauliche Zustand der Häuser, erklärte der Politiker. Jene Spitäler, die hierbei am schlechtesten abschnitten, seien auch jene, für die Baupläne vorliegen würden - mit Verbesserungen sei daher erst langfristig zu rechnen.

53.500 sechs- bis achtseitige Fragebögen wurden 2011 ausgewertet, die Rücklaufquote sei gestiegen und betrage "ungeheure" 42 Prozent, freute sich Sobotka. Jeder für mehrere Tage stationär aufgenommene Patient, der gesundheitlich in der Lage dazu ist, erhielt den Erhebungsbogen. Für Kleinkinder wurden die Eltern befragt, ab einem Alter von sechs Jahren gab es spezielle Bögen, die von den Kleinen selbst ausgefüllt wurden. Für heuer sei zusätzlich eine Befragung im tagesklinischen Bereich geplant, da man im vergangenen Jahr damit begonnen habe, vermehrt auf Operationen ohne mehrtägige stationäre Aufenthalte zu setzen, kündigte Markus Klamminger, stellvertretender medizinischer Geschäftsführer der Landeskliniken-Holding, an.

Die Ergebnissen würden nun in sämtlichen 270 Abteilungen, in denen erhoben wurde, präsentiert und aufgearbeitet, sagte Sobotka. Dadurch sei es möglich, sehr spezifische Verbesserungsmaßnahmen zu setzen. Bei den Fachbereichen schneiden Interne Stationen und die Orthopädie in der Regel gut ab, "kritische" Bereiche seien Geburten- sowie Kinder- und Jugendstationen. Generell gelte aber: Je jünger und höher gebildet ein Patient sei, desto kritischer sei er auch bei der Beurteilung.