Erstellt am 13. Dezember 2011, 13:31

PC-Arbeit belastet Sehschärfe. Unscharfes Sehen, Doppelbilder, Augenschmerzen, rote Augen oder Kopfschmerzen treten oft beim Arbeiten am Bildschirm auf. Wer jeden Tag an einem Bildschirmarbeitsplatz sitzt oder viele Stunden in seiner Freizeit vor dem PC verbringt, stellt extrem hohe Anforderungen an seine Augen.

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So wechselt der Blick von Bildschirmbenutzern täglich mehrere tausend Mal zwischen Manuskript, Tastatur und Monitor hin und her. Dabei müssen sich die Augen immer wieder an verschiedene Helligkeiten und Kontraste anpassen und in unterschiedliche Entfernungen blicken, um wieder ein scharfes Bild zu erzeugen. „PC-Augen, deren Sehschärfe sich schleichend verändert und deren Hornhaut ausgetrocknet ist, sind im Vormarsch“, weiß Peter Gumpelmayer, Bundesinnungsmeister der Augen- und Kontaktlinsenoptiker und rät deshalb: „Wer viel am Bildschirm sitzt, sollte Augentropfen verwenden und seine Augen unbedingt regelmäßig jährlich beim Augenoptikermeister überprüfen lassen, denn durch die starke Bildschirmbeanspruchung kann es oft schleichend zu einer Verschlechterung der Sehschärfe kommen.“ Hinzu kommt, dass ab dem 40. Lebensjahr für gewöhnlich die Alterssichtigkeit beginnt, die eine Computerbrille notwendig macht. Denn die Elastizität der Linse nimmt ab und das Auge kann auf die Nähe nicht mehr scharf stellen. Der „Autofokus“ der Augen geht verloren.
 
Zusätzlich wird beim konzentrierten Starren auf den Bildschirm vergessen, regelmäßig zu blinzeln und die Lidschlagfrequenz sinkt von durchschnittlich 22 Mal auf nur mehr sieben Mal pro Minute. „Der schützende Tränenfilm verdunstet und die Hornhaut trocknet aus“, so Gumpelmayer. Wer viel in den Bildschirm schaut, tut gut daran, sich ein ganz bewusstes, häufiges Blinzeln anzugewöhnen. Außerdem sollten regelmäßige Pausen eingelegt werden, um die Augen zu entspannen. Die richtige Gestaltung des Arbeitsplatzes spielt dabei ebenso eine wichtige Rolle. Denn je besser der Bildschirmarbeitsplatz im Einklang mit seiner Umgebung gestaltet ist, desto leichter sind die Anstrengungen für das Auge zu bewältigen. Blendungen etwa führen zu einer Beeinträchtigung der Sehleistung und des Wohlbefindens und können auf Dauer das Kontrastsehen und die Sehschärfe herabsetzen. Deshalb sollte der Monitor im rechten Winkel zur Fensterfläche aufgestellt werden, um eine Blendung zu vermeiden. Die Blickrichtung auf den Bildschirm soll parallel zur Fensterfläche sein und für gutes Sehen ist je nach Größe des Bildschirms ein Abstand von 50 bis 70 cm zwischen Auge und Bildschirm optimal.
 
Österreichs Augenoptikermeister bieten vom 14. Dezember bis 14. Jänner im Zuge einer PC-Augen-Vorsorgeaktion in ganz Österreich kostenlose Sehtests für alle, die mit einem Computer arbeiten müssen, an. Bei dieser Gelegenheit werden auch die Bedingungen am Arbeitsplatz besprochen und bereits verwendete Brillen kontrolliert.
 
Tipp: Wer den Augen bei der Bildschirmarbeit zwischendurch Gutes tun möchte, der sollte öfter ganz bewusst ins Grüne oder in die Ferne schauen. Auch das Schließen der Augen für mehrere Sekunden hilft, den natürlichen Tränenfluss zu aktivieren und das Auge zu regenerieren.