Erstellt am 13. September 2010, 10:45

Reaktor in Händen. BEWEGUNG / Wer beim Gehen, Aerobic oder Walken Gewichte hält, versetzt seinen ganzen Körper in Spannung.

 |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
„Nehmt die Reaktoren in die Hand, und wir marschieren!“ Wohin der Weg auch führt, wichtig ist, dass die Arme oben bleiben, im rechten Winkel. „Wie wenn ich schnell zum Zug gehe“, erklärt die Reaktiv-Walking-In-struktorin Patrizia Thüringer.
Durch diese Bewegung mit den hantelähnlichen Gewichten in der Hand werden nicht nur die Beine, sondern der ganze Körper beansprucht. Durch das Mitschwingen der Hände steigt die Herzfrequenz, der Herzkreislauf wird angeregt. Und der Oberkörper wird trainiert. Man ist gezwungen, gerade zu gehen. Ein Rundrücken ist nicht möglich. So können sich Nackenverspannungen lösen. Außerdem wirkt die Bewegung aufs Bindegewebe, und das wiederum wirkt straffend – sofern man es regelmäßig macht.
Wie die Bewegung genau funktioniert, kann man bei einem Reaktiv-Walking-Instruktor lernen (www.reaktiv-training.com). Er erzählt, worauf es ankommt und was wichtig ist, oder auch dass es eine akustische Trainingskon-trolle gibt („Wenn’s nicht scheppert, dann mache ich etwas falsch“). „Nach der Stunde wissen Sie, wie man es perfekt lernen kann“, meint Thüringer, die nachdem Reaktiv Walking vor etwa zwei Jahren nach Österreich kam, eine der Ersten war, die in der Therme Laa eine Ausbildung dazu machte.

Anders als richtige Hanteln haben Reaktoren zudem den Vorteil, dass man ihr Gewicht ändern kann. Normalerweise ist ein Reaktor 550 Gramm schwer. Bei Bedarf kann man aber ein wenig Füllmaterial rausgeben. Zum Beispiel, wenn man nach einem Unfall einen der beiden Arme nicht zu stark belasten darf. Oder bei fortgeschrittener Osteoporose. Für Männer gibt es übrigens auch schwerere Reaktoren.
Generell gilt: „Von 17 bis 99 kann es jeder machen.“ Ausnahme sind Schwangere kurz vor der Geburt und Menschen mit einem massiven Bandscheibenvorfall. Bei Herzkreislaufproblemen sollte man nur trainieren, wenn der Arzt damit einverstanden ist.
Ein weiterer Vorteil dieses Sportgerätes: „Man kann es überall einsetzen“, so die Aerobic- und Fitnesstrainerin, die anfangs die Reaktoren bei Aerobic-Kursen (Reaktiv-Training) verwendete. Dann wurde es aber Frühling, und sie ging mit den Reaktoren ins Freie. Mit dem Ergebnis: Egal ob drinnen oder draußen – „Es ist jeder begeistert.“


FORTBILDUNG
Übungsleiter und Interessierte, die auch Reaktiv-Walking kennen lernen wollen, erhalten bei „binspi - Bewegungsinspirationen 2010“, der Fortbildungsveranstaltung der SPORTUNION NÖ am 6. und 7. November in St. Pölten die Möglichkeit dazu.  Alle Infos: noe.sportunion.at