Erstellt am 12. September 2013, 07:19

Rescue Days Med 2013. Von 7. bis 8. September fand in Ennsdorf bei St. Valentin ein groß angelegtes Übungswochenende von Feuerwehr und Rettungsdienst statt. Der Schwerpunkt lag hierbei auf der Hilfeleistung bei technischen Einsätzen und der Optimierung der Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst.

 |  NOEN, Samuel Picker / Franz Antony / Christoph Holzhacker /Wolfgang Janko


 
Bei den Rescue Days handelt es sich um ein internationales Fortbildungskonzept der Feuerwehr, dessen zentrales Thema die Menschenrettung nach Verkehrsunfällen ist. Weltweit einzigartig ist jedoch die Umsetzung dieser Veranstaltung in St. Valentin, da hierbei auch der Rettungsdienst integriert ist. Nach dem großen Erfolg im Vorjahr haben die Rescue Days Med nun zum zweiten Mal stattgefunden.

Zwei Tage lang konnten Notärzte und Sanitäter medizinisch und technisch anspruchsvolle Szenarien aus unterschiedlichen Bereichen gemeinsam mit der Feuerwehr beüben. Insgesamt stellten sich 18 Teams des Rettungsdienstes (Rotes Kreuz und Arbeiter-Samariter-Bund) der Herausforderung. Jeweils zwei Mannschaften wurden von der Rotkreuz- Bezirksstelle St. Pölten bzw. dem Samariterbund St. Pölten gestellt, wodurch fast ein Viertel der Teilnehmer den Rettungsdiensten der Landeshauptstadt entstammte.

Verschiedene komplexe Rettungs-Szenarien wurden geübt

Nach vier hochkarätigen Vorträgen am Samstagvormittag begann im Anschluss der Stationenbetrieb, wobei neun verschiedene komplexe Szenarien zu bewältigen waren. Gemeinsam mit der Feuerwehr mussten Lösungsstrategien entwickelt und umgesetzt werden, um z.B. zwanzig Patienten aus einem verunglückten Bus zu retten und zu versorgen oder etwa eingeklemmte Insassen aus einem auf dem Dach liegenden PKW zu befreien.
 
Im Zuge des Wochenendes hatten die teilnehmenden Sanitäter und Notärzte die Möglichkeit, die Arbeitsweise der Feuerwehr besser kennen zu lernen und die Kommunikation zu optimieren. Durch diese realitätsnahe und einzigartige Fortbildung gelang es, die Zusammenarbeit der beteiligten Einsatzorganisationen im Sinne von Hilfesuchenden noch weiter zu verbessern.