Erstellt am 17. März 2013, 14:43

Schlecht geschlafen. Weltschlaftag / Bei Schlafstörungen kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, von der Atemmaske bis hin zu einer Operation.

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Von Christine Haiderer

Es erhöht die Schläfrigkeit, verringert Konzentration und Leistung und steigert die Gefahr von Unfällen im Verkehr: das Schlafapnoe-Syndrom.

Grund dafür ist, dass das immer wieder kehrende Zusammenfallen der Atemwege im Bereich des Halses verhindert, dass der Schlaf erholsam ist. „Weil man nicht genug Luft, nicht genug Sauerstoff kriegt“, so Robert Pavelka, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten in Baden und Wr. Neustadt anlässlich des Weltschlaftages.

Da das zu den häufigsten Schlafstörungen zählende Syndrom auch zu Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Impotenz, Herzinfarkt, Schlaganfall & Co. führen kann, ist eine Behandlung wesentlich. Dabei kommen Atemmasken und Schnarchschienen, die nachts getragen werden, zum Einsatz. Aber auch eine Operation kann Sinn machen. Etwa im Bereich der Nase, des Gaumens, des Rachens, hinter dem Zungengrund … Ziel all dieser Operationsvarianten: Die oberen Atemwege sollen erweitert werden.

So kann (teilweise weit) über 50 Prozent der Patienten geholfen werden, sodass ihr Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen deutlich sinkt. Und bei den anderen wird zumindest die Therapie (etwa mit der Atemmaske) erleichtert. Doch nicht alle Patienten eignen sich auch für eine Operation.

„Man kann nicht bei jedem Patienten operativ vorgehen“, erläutert Pavelka. Ob es sinnvoll ist, lässt sich bei einer Untersuchung bei einem HNO-Facharzt, der auf Schlafmedizin spezialisiert ist, herausfinden und hängt unter anderem von den körperlichen Vorrausetzungen ab. So stehen bei großen Mandeln und kleinem Zungengrund die Chancen gut, kleine Mandeln und großer Zungengrund hingegen verringern die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg. Und: „Bei starkem Übergewicht sinkt die Prognose weiter ab.“

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