Erstellt am 06. Februar 2012, 13:35

Sonnenschutz im Winterurlaub. Dem Sonnenschutz wird im Winter oft zu wenig Bedeutung zugemessen, warnt Gesundheitslandesrätin Mag.a Karin Scheele: „Wer sich längere Zeit in der Sonne aufhält, sollte keinesfalls auf ausreichend Sonnenschutz vergessen. Auch nicht im Winter!“

Michaela Praßl, LRin Mag.a Karin Scheele und Tamara Ladinger beim Wintersporttag der Naturfreunde NÖ.  |  NOEN, Herbert Käfer
Winterurlauber scheinen besonders gefährdet zu sein, die Fälle von Sonnenbränden in der kalten Jahreszeit mehren sich. Urlauber am Meer wollen oft in kurzer Zeit möglichst braun werden und verzichten etwa auf Sonnencremen. In Österreich wiegt die eisige Kälte und Schneelandschaften viele in trügerischer Sicherheit vor der UV-Strahlung der Sonne. „Ein gefährlicher Irrtum.“, so Gesundheitslandesrätin Scheele: „Wir fühlen uns sicher vor der Wintersonne. Doch gerade Schifahrer und Bergwanderer sind erhöhter Strahlung ausgesetzt. Je höher man steigt, desto intensiver die UV-Belastung. Darüber hinaus reflektiert der Schnee die Sonnenstrahlung und verstärkt diese exorbitant.“
 
Die möglichen Folgen sind bekannt. Die Anzahl der erlittenen Sonnenbrände steht direkt in Zusammenhang mit dem Hautkrebsrisiko. Aber auch extreme Kälte setzt der Haut, dem größten menschlichen Organ, zu.
 
Ein paar einfache Tipps:
  • einfachster Schutz: Bekleidung einschließlich Kopfbedeckung bzw. Schihelm
  • Sonnen- und Schibrille mit UV-Schutz
  • Sonnencremen mit UVA- und UVB-Wirksamkeit und einem dem Hauttyp entsprechenden Lichtschutzfaktor (mindestens Faktor 20)
  • Öfter nachcremen, damit der UV-Schutz tagsüber erhalten bleibt
  • Je höher der Fettgehalt einer Creme, desto besser schützt sie vor Kälte
  • Nicht auf den Schutz der Lippen vergessen
  • Bei extremer Kälte empfiehlt sich zusätzlich zu Helm und Schibrille das Tragen einer Kälteschutzmaske