Erstellt am 09. April 2012, 00:00

Spaziergänger. VON CHRISTIAN BAYR

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VON CHRISTIAN BAYR

Wenn die Sonne endlich wieder so richtig kräftig wärmt, werden nicht nur die Schanigärten in Windeseile herausgeräumt, sondern es überkommt auch viele Menschen der unstillbare Drang nach Eis.

Topfen und Joghurt, aber auch die gute alte Schokolade sind jene Zutaten, die 2012 die Eiserzeugung prägen. Und selbst beim Gefrorenen wollen mittlerweile die Konsumenten ganz genau wissen, woher die Zutaten stammen.

Kein Wunder also, dass jene Produzenten die Nase vorn haben, die auf Qualität setzen. „In unserer Konditorei wird Eis bereits in der vierten Genera tion erzeugt. Wir betreiben einen enormen handwerklichen Aufwand und verwenden nur beste Grundprodukte“, so Waltraud Bachinger von der gleichnamigen Konditorei in Böheimkirchen, „bei uns sind im Eis eben echte Früchte drinnen, nicht einfach künstliche Aromastoffe“.

Yoghurt, Himbeere und Orange haben heuer in Böheimkirchen das Potenzial, zum „Renner der Saison“ zu werden, wenn auch die Tradition beim Gefrorenen einen hohen Stellenwert hat. „Wir bieten aktuell 36 verschiedene Sorten an, sicher die Hälfte unserer Kundschaft greift aber immer wieder zu Klassikern wie Erdbeere oder Vanille.“

Bio-Milch von den eigenen Kühen, frisches Bio-Obst und vegane Sorten wie Birne, Marille oder Himbeere stehen beim „Bauern hofeis“-Produzenten Georg Blochberger aus Krumbach im Vordergrund. „Wir machen ehrliches Eis, da steckt die volle Frucht drinnen. Farbstoffe und andere Zusätze kann man sich getrost sparen, wenn die Qualität der Inhaltsstoffe hervorragend ist.“ Die Kunden lieben das. Wer in seinem Eisgeschäft in der Wiener Roten turmstraße einkaufen will, muss wegen des Andrangs schon länger warten.

Die Kunden lieben es bunt  und besonders marmoriert
Auch für Horst Rötzer, Backwarenhersteller aus Stockerau, führt bei der Eisproduktion kein Weg an der Qualität vorbei: „Das gefrorene Produkt ist immer nur so gut wie die Zutaten, die man hineingibt.“ Eindeutige Geschmackstrends ortet Rötzer nicht, wenn er auch einen gewissen Zug zu den „schwereren“ Sorten wie etwa Topfen mit Erdbeere oder Fiocco-Amarena sieht: „Die Kunden haben es gerne bunt und lieben die marmorierten Sorten. Aber auch unser Topfeneis mit Mango wird sehr gut angenommen, und die Kinder lieben das Ashantieis mit den gerösteten Erdnüssen.“

Natürlich ist auch die Industrie immer um Innovationen und weitere Geschmacksrichtungen bemüht. Bei Eskimo etwa gibt es ein neues „Magnum“ mit Schokolade und Caramel sowie kleine, geeiste Schokopralinen mit Preiselbeeren. Beim Mitbewerber Schöller setzt man 2012 unter anderem auf eine Mövenpick-Früchtekomposition mit hochwertiger Bourbon-Vanille und – unter dem Namen „Macao“ – auf ein Himbeereis am Stil mit weißer Schokolade.