Erstellt am 14. November 2011, 14:36

Start der E-Medikation in Österreich verschoben. Die E-Medikation soll nun nicht Mitte 2012, sondern erst in der ersten Jahreshälfte 2013 starten. Diesen Termin hat das Gesundheitsministerium am Montag der APA bestätigt. Der stellvertretende Generaldirektor im Hauptverband, Volker Schörghofer, hat in der Montag-Ausgabe der "Presse" ebenfalls angekündigt, dass der österreichweite Start der Medikamentendatenbank frühestens 2013 erfolgen werde.

Die E-Medikation soll nun nicht Mitte 2012, sondern erst in der ersten Jahreshälfte 2013 starten. Diesen Termin hat das Gesundheitsministerium am Montag der APA bestätigt. Der stellvertretende Generaldirektor im Hauptverband, Volker Schörghofer, hat in der Montag-Ausgabe der "Presse" ebenfalls angekündigt, dass der österreichweite Start der Medikamentendatenbank frühestens 2013 erfolgen werde.

Im Gesundheitsministerium hieß es am Montag dazu, dass das Pilotprojekt in Wien, Oberösterreich und Tirol trotz des vorübergehenden Stopps über den Sommer aufgrund des Boykotts der Ärztekammer wie geplant mit Ende dieses Jahres abgeschlossen werde. Danach werde eine etwa dreimonatige technische und wissenschaftliche Evaluierung erfolgen, anschließend noch eine politische, die ebenfalls rund drei Monate dauern werde. In der zweiten Jahreshälfte 2012 soll dann der österreich-weite roll out, also die Auslieferung und Installation, über die Bühne gehen. Der tatsächliche Start des gesamten Systems, mit dem vor allem Mehrfachverordnungen und Wechselwirkungen von Medikamenten verhindert und damit die Patientensicherheit erhöht werden soll, ist vom Gesundheitsministerium nun für Frühjahr, jedenfalls vor dem Sommer, 2013 vorgesehen.

Voraussetzung für die E-Medikation ist allerdings das ELGA-Gesetz, weil sie ein Teil der von Minister Stöger geplanten elektronischen Gesundheitsakte ist. Ein Inkrafttreten dieses Gesetzes plant das Gesundheitsressort trotz der massiven Widerstände weiterhin für spätestens Mitte 2013. Für einen Beschluss im Ministerrat gibt es nach wie vor keinen Termin, Stöger geht aber weiterhin davon aus, dass dies noch heuer geschehen wird. Derzeit wird mit dem "Spiegelminister" Mitterlehner verhandelt.

Eine Auswertung erster Zwischenergebnisse der Rohdaten aus dem Pilotversuch hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums jedenfalls ergeben, dass zehn Prozent Mehrfachverschreibungen und drei Prozent schwere Wechselwirkungen aufgedeckt worden seien. Dieses Ergebnis decke sich mit jenen internationaler Studien.