Erstellt am 28. März 2011, 07:49

Sturzfrei sauber. MOPP & CO. / Der Frühjahrsputz führt jedes Jahr zu Unfällen. Wer nicht im Spital landen will, sollte sich Zeit lassen.

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VON CHRISTINE HAIDERER

Erbarmungslos bringen die grellen Sonnenstrahlen im Frühling jedes kleinste Staubknäuel in den Ecken, Wasserflecken am Fenster, Schlieren auf Kastltüren … zum Vorschein. Dagegen hilft nur eines: Frühjahrsputz.

Dieser aber führt jedes Jahr zu Knochenbrüchen und offenen Wunden und damit für viele ins Krankenhaus. Auch für heuer rechnet das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) wieder mit rund 2400 Unfällen, die beim Frühjahrsputz passieren.

Keine Socken! Besonders betroffen sind Frauen über 60. Daher rät Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Prävention im KfV, „generell – aber vor allem in dieser Altersgruppe – beim Putzen nicht nur Socken oder Strümpfe zu tragen, sondern auf Schuhe mit rutschfester Sohle zurückzugreifen.“

Zuerst Aufräumen! „Es ist ratsam, den Frühjahrsputz mit Aufräumen und Ausmisten zu beginnen, damit reinigt man nicht nur das Gemüt, sondern es werden auch gleich etwaige Stolperfallen entsorgt.“

Sich genug Zeit nehmen! Auch wenn man keine Lust auf die Putzaktion hat, sollte man sich nicht stressen lassen, Pausen machen und das Vorhaben planen. Denn: „Überanstrengung und Eile erhöhen das Unfallrisiko.“

Die Sache mit dem Fenster

Eine besonders gute Möglichkeit, sich zu verletzen, ist: das Fensterputzen. Laut KfV verunfallen zehn Prozent der Putzteufel bei Stürzen aus der Höhe. Also, Vorsicht auch bei hohen Kästen oder Küchenzeilen.

Die richtige Ausrüstung. Robatsch rät: „Es ist besser, einmal mehr die Leiter umzustellen oder Teleskopstangen zu verwenden, als bei akrobatischen Verrenkungen einen Sturz zu riskieren.“ Genauso wichtig wie Trittsicherheit ist auch die richtige Ausstattung (eine intakte Leiter, Besen, Wischmopp …).

Die richtigen Putzmittel. Ein Problem können aber auch Glas- und Fensterreiniger werden. Sie bestehen aus einer wässrigen, alkoholischen Lösung mit geringen Zusätzen an Tensiden und Alkalien, Alkohol, Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen, und manche Produkten enthalten Ammoniak. Der beißende Geruch kann laut „die umweltberatung“ für die Lungen sehr unangenehm sein und bei längerem Einwirken die Augen reizen. Christian Mokricky von „die umweltberatung“: „Feine Mikrofasertücher schaffen, ergänzt allein mit Wasserkraft, eine glasklare Reinigung von Fenstern und Spiegeln.“ Zudem rät er zu Gummiabziehern, Fensterleder für die Ecken & Zeitungspapier zum Trockenreiben.

www.kfv.at, Broschüre: www.jahrderchemie.umweltberatung.at