Erstellt am 09. September 2013, 14:00

Urlaubsziel: Kurort. Trend / Kuren, aber auch nicht-medizinische Gesundheitsangebote gewinnen zunehmend an Bedeutung. Auch für private Gäste.

Von Christine Haiderer

Gesund zu bleiben. Das ist das Ziel einer Kur. Zum Beispiel für Menschen mit neurologischen Beschwerden, Erkrankungen der Atemwege, des Bewegungsapparates … „Man kann sich erholen, man trainiert, nimmt Präventionsangebote wahr …“, erläutert Josef Sommer, Obmann-Stellvertreter des österreichischen Heilbäder- und Kurorteverbandes (ÖHKV).

„Damit ich möglichst gesund und möglichst fit dem Alltag begegnen kann.“ Und das kann eine Kur: „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass nach einer Kur und der damit einhergehenden Lebensstiländerung Krankenstände und Medikamente zurückgehen.“

15 Prozent aller Nächtigungen in Österreich in Thermen

Mittlerweile aber begegnet man auf den Gängen der rund 400 Kureinrichtungen in den 75 Kurorten Österreichs nicht mehr nur Gästen, die ärztlich verordnet und vom Sozialversicherungsträger genehmigt hier gelandet sind. Sondern auch Gästen, die auf eigene Rechnung hier sind. Nicht nur als Begleitung.

So kommen zahlreiche Übernachtungen zusammen. Insgesamt über 19 Millionen im Bereich Heilbäder, Kurorte und Kuranstalten. Das sind 15 Prozent aller Nächtigungen in Österreich. Durch die demografische Entwicklung und das große Interesse daran, die eigene Gesundheit zu fördern, könnte die Zahl weiter steigen.

Ein Zukunftsmarkt und Megatrend

„Es ist ganz klar ein Zukunftsmarkt“, glaubt Obmann-Stellvertreter und Badens Bürgermeister Kurt Staska. „Der Gesundheitstourismus entwickelt sich immer mehr zu einem Megatrend.“ Ein Trend, der sich auszahlt. „Es gibt immer mehr Selbstzahler, die bereit sind, Geld für ihre Gesundheit auszugeben“, zitiert er eine deutsche Studie. Geld übrigens nicht nur für die klassische Kur, die sich durch medizinische Qualität, ärztliche Begleitung, Therapien usw. auszeichnet, sondern auch für Wohlfühl-Angebote …

Und: Da Kurgäste anders als typische Urlaubsgäste nicht nur in der Hauptsaison, sondern das ganze Jahr über kommen, sorgen sie für stabile Arbeitsplätze. Nicht nur in den Kurbetrieben selbst, sondern auch in der Region, in der sie sich bis zu drei Wochen lang aufhalten. Bei privaten Gästen ist es meist eine.

Der ÖHKV, die private Interessenvertretung der Kurorte, Kur- und Kneippbetriebe, Heilbäder und Thermen, bringt übrigens im Herbst wieder die Broschüre „Kur, Therme, Kneipp in Österreich“ neu heraus (Bestellung: 01 / 512 904). www.oehkv.at