Erstellt am 16. Juli 2012, 10:02

Vernetzt & für mehr Qualität. RÜCKBLICK / Im letzten Jahr standen bei der NÖ Landesklinikenholding Verbesserungen in den unterschiedlichen Bereichen, bauliche Maßnahmen und Qualitätsmaßnahmen im Zentrum.

 |  NOEN, J.Burchhart
VON CHRISTINE HAIDERER

Radiologiebefunde, Arztbriefe, Laborbefunde … – der digitale Austausch von Infos zwischen den NÖ Landeskliniken war eines der Hauptthemen 2011. Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka zu den Vorzügen von NÖ ELGA: „Bei uns gibt es keine Doppelbefundungen, weder im Labor noch in der Bilddiagnostik – so sie nicht notwendig sind. Weil wir in allen unseren Kliniken vernetzt sind.“

Ebenfalls Schwerpunkt 2011 war die Qualität. Hier wurden – und werden auch in Zukunft – unter anderem OP-Daten analysiert, Verbesserungspotenziale ausfindig gemacht und umgesetzt, Patienten befragt und in Tumorboards Krebsfälle besprochen. 2011 wurde auch viel um- und ausgebaut. Um 131 Millionen Euro. Positiver Nebeneffekt: Prozesse und Abläufe werden verbessert. Gebaut wird auch in Zukunft. Zum Beispiel in Wr. Neustadt, Amstetten usw.

19.500 Mitarbeiter und 170.000 Operationen

Wie viele Landeskliniken es eigentlich gibt? An 27 Klinikstandorten mit 8000 Betten arbeiten rund 19.500 Mitarbeiter. Alle Häuser bringen eine regionale Wertschöpfung von 1,34 Milliarden Euro, durch die knapp 44.000 Arbeitsplätze gesichert werden. Jedes Jahr gibt es rund 170.000 Operationen, mehr als 385.000 stationäre und rund eine Million ambulante Patienten. Übrigens: „Der ambulante Bereich steigt überproportional, während der stationäre leicht zurückgeht“, so Sobotka. Und was die 500 Spezial- und Grundambulanzen betrifft: Wie diese genutzt werden, hängt auch stark vom niedergelassenen Bereich ab.

„Sperrt ein niedergelassener Urologe seine Ordination wegen Urlaubs zu, steigen bei uns die Urologie-Ambulanz-Zahlen.“ Zudem: Viele Ambulanz-Patienten könnten im niedergelassenen Bereich betreut werden. Zu überlegen sind dabei andere Öffnungszeiten, eventuell Ärztezentren … Wir brauchen ein abgestimmtes Konzept, so Sobotka, der seit Jahren die Finanzierung, Steuerung und Planung aus einer Hand fordert. Eine Idee, die Thema der Gesundheitsreform ist.