Erstellt am 20. Januar 2014, 14:00

von Christine Haiderer

Von roten Augen & rinnenden Nasen. Saisonstart / Kaum ist es draußen warm genug, fliegen erste Hasel- und Erlen-Pollen durch die Luft.

Von Christine Haiderer

Manche haben sie vielleicht schon bemerkt. Die ersten Pollen des Jahres. An sonnigen Hängen, in thermisch begünstigten Niederungen konnten sie am Wochenende schon zu ersten geringen Belastungen führen. Beim Wandern den Waldrand entlang war es dann vielleicht doch kein „normaler“ Schnupfen, der sich bemerkbar machte.

Wärme fördert das frühe Erblühen

„Im Durchschnitt sind Erle und Hasel in Niederösterreich in der ersten Februar-Woche zu erwarten“, erläutert Uwe Berger vom Pollenwarndienst. Heuer aber schwirren sie schon jetzt durch die Luft. „Der warme Winter hat einen verfrühten Start zur Folge.“ Das Wetter lässt den Start von Jahr zu Jahr etwas variieren. Wäre es kälter, würden sie sich noch zurückhalten.

Denn: „Frühblüher sind temperatursensitiv und stäuben erst, wenn die richtige Temperatur erreicht ist.“ Und die liegt bei 5 Grad. Darunter tut sich nichts, weil nichts keimfähig wäre.

Daher wird die Hasel in höheren, kälteren Lagen Niederösterreichs, wie etwa in Allentsteig, erst in zehn bis vierzehn Tagen blühen. Problematisch wird es für Allergiker bei 10 bis 12 Grad, dann wird die Belastung stärker.

Es kommt aber auch vor, dass nach den ersten Pollen bei schlechtem Wetter eine Pause eingelegt wird, bevor es wieder weitergeht.

Erwartungen: Heuer stärker als im Durchschnitt

Auswirkungen auf die Menge der Pollen hat das Wetter übrigens jedoch nicht. Immerhin werden die Anlagen dazu schon im Jahr davor gebildet. Wie es in Sachen Menge heuer aussieht? „Aufgrund der ausgebildeten Kätzchen nehmen wir an, dass es etwas stärker wird als eine durchschnittliche Saison“, so der Leiter der Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation.

Wer wissen will, wann die Belastung hoch sein könnte, kann sich die App vom Pollenwarndienst herunterladen. Auch kann man Pollentagebuch schreiben. Dieses hilft zum einen dem Pollenwarndienst, die Polleninformationen zu verbessern, zum anderen kann man damit seine eigenen Beschwerden mit den allgemeinen Daten abgleichen und schauen, ob persönliche Maßnahmen geholfen haben.

www.pollenwarndienst.at