Erstellt am 16. September 2012, 17:52

Vorlesung fürs Leben. Krankheiten & Co. / Bei Mini-Med wird der Zuhörer zum Studenten, der Vortrag zur Vorlesung und der Stoff zur Basis für die Gesundheit.

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Von Christine Haiderer

Vor dem Saal stehen Junge und Ältere, Frauen und Männer. Manche leiden unter Krankheiten, andere sind an Medizin interessiert oder wollen gesund bleiben. Eines aber haben sie alle gemeinsam: Sie sind Mini-Med-Studenten.

Wie man das wird? Dazu braucht man nur zu einem der Mini-Med-Vorträge („Vorlesungen“) zu kommen. Ärzte referieren – honorarfrei – über Gesundheitsthemen. Danach kann man Fragen stellen. Und wer will, kann sich einen „Studentenausweis“ holen.

„Es ist eine Institution geworden“, glaubt Dieter Falkenhagen, MiniMed-Niederösterreich-Leiter von Anfang an. Das war übrigens 2006. Seitdem haben über 37.000 „Studenten“ die Vorträge in NÖ besucht – in St. Pölten, Krems, Amstetten, Mistelbach, Wiener Neustadt und Baden – und mehr über Krankheiten und andere Gesundheitsthemen erfahren. Der Vorteil? Die Vorlesungen können Infos dazu liefern, wie man gesünder leben, wie man bestimmten Krankheiten oder einzelnen Risikofaktoren vorbeugen kann. Sie können aber auch dazu beitragen, rechtzeitig zum Arzt zu gehen oder neue Wege der Behandlung aufzeigen. „Wenn wir gut Medizin machen wollen, müssen auch die gut informiert sein, die es betrifft“, meint Falkenhagen. Und: „Es geht darum, die Eigenverantwortung zu stärken.“ Das sieht auch Stefan Nehrer, der die Leitung von Mini-Med Niederösterreich übernommen hat, ähnlich: „Ein mündiger Patient hat bessere Voraussetzungen für die Behandlung.“ Dabei sollte man auch nicht an einer Stelle verharren. „Das Wissen um Gesundheit und Krankheit muss man ständig weiterpflegen.“ Also, auf zum nächsten Vortrag! Apropos, beim aktuellen Herbstprogramm hat sich der neue Leiter thematisch schon stark eingebracht.

Und: „Ich habe versucht, das Programm lokaler aufzustellen.“ So kommen die Referenten zunehmend aus der Region.