Erstellt am 20. Februar 2014, 13:00

von Markus Glück

Vorreiterrolle bei Selbsthilfe. Unterstützung / Insgesamt 150.000 Euro flossen zuletzt in die Projekte der 340 Selbsthilfegruppen in Niederösterreich.

Von Markus Glück

In Niederösterreich gibt es etwa 340 Selbsthilfegruppen, die vom Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) unterstützt werden. Von diesen Gruppen befassen sich zwei Drittel mit verschiedenen Krankheitsbildern, das restliche Drittel befasst sich mit sozialen Themen.

„Alle treffen mit ihrer Arbeit den Punkt“

Für Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka ist es eine Selbstverständlichkeit, jede einzelne Gruppe zu unterstützen: „Alle treffen mit ihrer Arbeit den Punkt und leisten einen unschätzbaren Beitrag.“

Im Rahmen eines Pressegesprächs berichtete Sobotka, auch, dass in den letzten drei Jahren rund 150.000 Euro in die verschiedenen Projekte geflossen sind. Ebenso hat sich die Anzahl der Anträge mehr als verdoppelt.

„Die Arbeit der einzelnen Selbsthilfegruppen unterstützt Menschen, die das gleiche Schicksal teilen“, freut sich NÖGUS-Vorsitzender Sobotka über das große Engagement.

Bewegungswochen für MS-Patienten im Programm

Dabei bietet jede Gruppe individuelle Angebote an. So gibt es neben Schulungen und Coaching etwa auch Bewegungswochen für Multiple-Sklerose-Patienten.

Beispielgebend für die vielen Projekte stellte Sobotka mit Gabriela Lehmden-Six von der Elterngruppe Down-Syndrom Mostviertel eine Babybox vor. Sie wird im Krankenhaus Eltern gegeben, die gerade ein Kind mit Down-Syndrom bekommen haben. Sobotka: „Der Umgang mit Neugeborenen ist sehr emotional. Diese Box informiert über das Krankheitsbild und bietet den Eltern Hilfestellungen.“

Die Idee kam Lehmden-Six, als sie selbst eine Tochter mit Down-Syndrom bekam: „Für uns begann damals eine mühsame Suche nach Information.“