Erstellt am 27. Dezember 2010, 00:00

Vorsicht bei Krachern. SILVESTER / Raketen & Co. werden oft unterschätzt, obwohl sie gerade an Kopf und Händen große Schäden anrichten können.

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„Die meisten Unfälle geschehen, weil eine Rakete oder ein Kracher in der Hand explodiert“, erläutert Werner Girsch von der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie. „Manchmal reagiert zum Beispiel eine Rakete verzögert und wird für einen Blindgänger gehalten. Wenn sie in dem Moment, wo sie aufgenommen wird, doch zündet, kann sie enormen Schaden anrichten.“

Die Folgen reichen von Verbrennungen über Verletzungen von Nerven, Sehnen und Blutgefäßen bis hin zu Knochenbrüchen. Im schlimmsten Fall kann es zu Fingerverlusten (dann so schnell wie möglich in einem Kunststoffsack, gekühlt und vor Feuchtigkeit geschützt transportieren) oder zu einer explosionsartigen Zerstörung der Hand kommen.

Sehr vorsichtig damit umgehen!

Girsch rät, äußerst vorsichtig mit Raketen und Krachern umzugehen. Wichtig ist, die Gebrauchsanweisung zu beachten, genügend Abstand zu den Knallkörpern zu halten und Kinder und Jugendliche nicht unbeaufsichtigt mit den Feuerwerkskörpern hantieren zu lassen.

Sollte dennoch etwas passieren, sollte man, auch wenn auf den ersten Blick nichts zu sehen ist, die Hand untersuchen lassen, wenn sie anschwillt. „Starke Schwellungen könnten Blutgefäße, die die Hand versorgen, abdrücken und damit die Extremität gefährden.“ Bei tiefen Risswunden können Blutgefäße und Sehnen verletzt sein. Hotline der Gesellschaft: 0820/820 600.

www.plastischechirurgie.org