Erstellt am 06. Dezember 2010, 07:17

Winterlich und wärmend. WINTERESSEN / Zimt & Co. bringen Wärme.

VON CHRISTINE HAIDERER
Egal ob nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die sonnige, aber frostige Winterlandschaft oder nach dem grausigen Schneegestöber auf dem Weg von der Arbeit nach Hause – an einem kalten Tag sehnen sich viele nach Wärme. Und die gibt es nicht nur vom Kamin, sondern auch aus der Küche.

Wintergemüse, Gewürze und Warmes
Die Basis dazu sind saisonale Lebensmittel. Der Vorteil: „Wenn man nach der Saison isst, ist man von vorneherein besser versorgt“, verrät Petra Nemec von der Umweltberatung NÖ. Vor allem aber: So manche Zutat hat darüber hinaus auch noch eine wärmende Wirkung. Wie Lagergemüse zum Beispiel. Dazu zählen unter anderem Sellerie, Pastinaken, Erdäpfel, Petersilienwurzel, Kren … Aus all diesen winterlichen Köstlichkeiten kann man Aufläufe oder Suppen machen. „Das ist ein optimales Winteressen“, meint Nemec.
Wärmespender sind aber auch viele typisch winterlichen Gewürze, wie Vanille, Zimt, Curry, Kardamom, Ingwer und besonders Chili. „Chili ist ein Klassiker. Das Capsaicin löst im Körper einen wärmenden Effekt aus“, erklärt Nemec. Da Gewürze zum Beispiel im Vergleich zum Gemüse aber sehr intensiv sind, lautet dabei das Motto: „Weniger ist mehr.“ Man braucht also nicht so viel davon. „Da reicht eine Prise“, so Nemec.
Am besten aber ist die Kombination aus beiden: „Wintergemüse und Gewürze haben den doppelten Effekt.“
Ebenfalls eine wärmende Wirkung haben Speisen und Getränke, die warm serviert werden. Wie zum Beispiel Tee. Es ist also kein Zufall, weshalb man im Winter gerne warme Gerichte isst.

Getreide, Hülsenfrüchte und Schokolade
Auch Getreidebreie, etwa zum Frühstück, haben, wenn man sie warm isst, nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eine wärmende Wirkung. Also, auf in die Küche, „Milch erhitzen, Dinkelschrot dazu und dann Obst oder Nüsse dazugeben“. Oder Haferflocken mit Milch und Gewürzen wie etwa Zimt zusammenmixen.
Im Winter nicht gerade optimal sind übrigens Zitrusfrüchte, „weil diese eher eine kühlende Wirkung nach TCM haben.“ Besser sind hingegen regionale und heimische Produkte wie etwa Äpfel.
Am Tisch landen können an kalten Tagen auch Fisoleneintopf, Gulaschsuppe mit Bohnen … – vor allem im Winter, wenn es draußen oft dunkel und düster ist. Denn Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Sojabohnen wirken stimmungsaufhellend. Genauso wie Schokolade. Am besten dunkle Bitterschokolade, weil sie einen höheren Kakaoanteil hat. Und die Inhaltsstoffe, die die Stimmung verbessern, sind in der Kakaobohne enthalten.