Erstellt am 22. November 2010, 00:00

Zufriedene Patienten. PATIENTENBEFRAGUNG / 52.000 Patienten wurden an 25 NÖ-Landeskliniken-Standorten auf 280 Stationen befragt, was sie vom Spital halten.

Das Abendessen gibt es jetzt später, Duschvorhänge wurden ausgetauscht, Verabschiedungsräume eingerichtet, in Patientenzimmern Krückenhalterungen montiert und eine Teebar installiert – „Wir reagieren darauf, was von unseren Patienten gewünscht wird“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka. Natürlich kann nicht jeder Wunsch erfüllt werden. Aber manche Anregungen der letzten Patientenbefragung hatten Folgen. Immerhin: „Die Patientenbefragung stellt für uns einen wesentlichen Eckpfeiler in der Qualität dar.“

Und auch heuer wurden wieder Patienten befragt. Insgesamt 52.000 an 280 Stationen von 25 Standorten. Das Ergebnis: „Eine absolut höchste und hohe Zufriedenheit beim Pflegeteam, eine höchste und hohe Zufriedenheit bei Ärzten und eine steigende Gesamtzufriedenheit.“ Dabei stieg die Gesamtzufriedenheit von 91,5 Punkten 2006 auf heuer 93,2 Punkte. „Man muss den Mitarbeitern das höchste Kompliment aussprechen. Solche Zahlen wären ohne ihren täglichen, fleißigen Einsatz nicht möglich“, so Sobotka.

Pflege und Ärzte haben wieder beste Werte

Das Pflegeteam erreichte durchschnittlich 96,3 Punkte, die Ärzte 94,8 Punkte. Unter den anderen Bereichen hat die Information (Aufklärung, Visite, Tagesablauf …) die besten Durchschnittswerte: 92,5 Punkte. Gefolgt von Image und Prozessen (Aufnahme, Wartezeiten, Orientierung …) mit jeweils 91,6 Punkten.

Das Service (Speisen, Sauberkeit und Ausstattung) hat trotz leichter Verbesserungen mit 89,57 den niedrigsten Wert. Dazu Sobotka: „Da haben wir noch Handlungsbedarf.“

Abgesehen von den einzelnen Bereichen zeigte sich auch wieder, dass kleinere Häuser beliebter sind. Nach Sonderkrankenanstalten, die über keine Akutversorgung verfügen, vor allem Lilienfeld, Waidhofen/Thaya und Scheibbs. „Die Top 3 Kliniken sind Häuser mit unter 300 Betten“, betont Sobotka. Ein Grund dafür: „In großen Krankenhäusern ist man anonymer, es ist unpersönlicher.“ In Kleinen hingegen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man die Mitarbeiter kennt oder hier schon öfter jemanden besucht hat. „Unter den ersten zehn Häusern ist ein einziges Haus, das über 300 Betten hat.“ Und das ist Horn. Details zu den Ergebnissen werden den einzelnen Stationen in den nächsten Wochen präsentiert.