Erstellt am 14. Dezember 2011, 16:59

140 Mio. Euro von EIB für Windenergie. Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat am Mittwoch 140 Millionen Euro Darlehen für den Ausbau des Windenergiesektors in Niederösterreich und Burgenland vergeben. Erste Finanzierungsverträge wurden in Wien und Luxemburg unterzeichnet.

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Insgesamt 45 neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 131 MW sollen im niederösterreichischen Großhofen sowie an den Standorten Nickelsdorf, Mönchhof und Halbturn Süd im Burgenland errichtet werden.

Der Projekteigentümer "ImWind" ist sowohl für die Errichtung der Anlagen, als auch für deren Betrieb verantwortlich. Das Darlehen, das bis zu 60 Prozent der gesamten Projektkosten abdeckt, wird über die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien als zwischengeschaltetes Institut ausgereicht.

Üblicherweise stellt die EIB Darlehen zur Verfügung, die maximal 50 Prozent der kompletten Investitionskosten ausmachen. Allerdings sind größere Anteile im Ausnahmefall möglich, wenn es sich um Finanzierungen im Erneuerbare-Energien-Sektor handelt. Hier setzt die EIB einen besonderen Schwerpunkt. So beliefen sich die EIB-Darlehen für Projekte der erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr auf insgesamt 5,6 Mrd. Euro. Im Jahr 2006 hatte die Fördersumme noch 400 Mio. Euro ausgemacht.

Wilhelm Molterer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank, sagte bei der Unterzeichnung des Finanzierungsvertrags: "Österreich geht weiter mit großen Schritten voran, was die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen betrifft. Das Land hat seine Energieziele für 2020 fest im Blick". Die EIB unterstütze das Ziel einer sicheren, nachhaltigen und klimafreundlichen Energieversorgung in Europa.