Erstellt am 19. Dezember 2014, 11:52

24. Dezember wird warm, aber kein Rekordwert. Mit den prognostizierten elf Grad ist der 24. Dezember heuer zwar warm, ein Rekordwert ist das aber nicht. Der höchste Wert wurde mit 15,7 Grad 2013 in Bregenz gemessen.

Am kältesten war es mit minus 14,1 Grad 1962 in Innsbruck, geht aus einer Statistik der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Hohen Warte hervor.

Grundsätzlich ist die Wetterlage am 24. Dezember natürlich mehr oder weniger zufällig - auch wenn das sprichwörtliche "Weihnachtstauwetter" ein tatsächlich dokumentiertes Phänomen ist. "Es ist eine Wetter-Singularität wie etwa auch die Eisheiligen", sagte ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik gegenüber der APA. Extrem warm war es neben 2013 auch 1967 (15,5 Grad in Eisenstadt), 2009 (13,8 Grad in Innsbruck) und 1995 (12,5 Grad in St. Pölten).

Doch es war auch schon ungewöhnlich kalt zu Weihnachten. 1962 wurden in Innsbruck etwa minus 14,1 Grad gemessen. Ebenfalls eisig war es 1870 (minus 12,5 Grad in Wien), 1879 (minus 12,4 Grad in Salzburg) und 1963 (minus 11,3 Grad in Klagenfurt).

Extrem wenige Frosttage

Der heurige Dezember ist temperaturmäßig zwar über dem langjährigen Mittel, einen Wärme-Rekord wird er aber wahrscheinlich nicht aufstellen. Ungewöhnlich sind die extrem wenigen Frosttage. In den Messstationen der ZAMG in St. Pölten wurden etwa erst zwei Tage verzeichnet, bei denen die Temperaturen im Minusbereich blieben. "Normal sind 20", sagte Orlik.

Die milden Temperaturen machen sich auch in der Natur bemerkbar. "Es blühen Dinge, die eigentlich erst im April blühen sollten", sagte Orlik. Für Beispiele müssen ZAMG-Meteorologen nicht lange suchen: Der hauseigene "Runzelblättrige Schneeball" zeigt anstatt im April/Mai bereits jetzt erste Knospungs-Tendenzen.