Erstellt am 23. November 2011, 12:49

Anteil erneuerbarer Energie am Verbrauch steigt. Der Energieverbrauch Österreichs ist 2010 wieder gestiegen und hat brutto 1.119.154 Terajoule erreicht. Das ist ein Plus von 5,6 Prozent im Vergleich zu 2009. Der Anteil der erneuerbaren Energien liegt bei 30,8 Prozent, 2005 war der Anteil noch bei 24,8 Prozent gelegen.

Wirtschaftsminister Mitterlehner sieht Österreich damit "auf einem guten Weg", die 2020-Ziele der EU zu erreichen.

Diese Ziele geben bis 2020 einen Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch von 34 Prozent vor. Als positiven Trend bezeichnete Mitterlehner "die Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch", da dieser seit 2005 nur um 1,3 Prozent gewachsen sein, das Bruttoinlandsprodukt aber um 7,3 Prozent, so der auch für Energie zuständige Minister.

Nun werde man ein neues Energieeffizienzgesetz in Abstimmung mit der 2012 kommenden gesetzlichen Vorgabe der EU erarbeiten. Zudem müsse man bei den Konsumenten ein stärkeres Bewusstsein für ihre Energiekosten erzeugen. Zusätzlich investiere sein Ministerium allein 2012 zu den 20 Mio. Euro Bundesmitteln weitere 25 Mio. Euro für den Ausbau von Fernwärme und Fernkälte.

Positiv sieht der Minister die "europäische Spitzenposition Österreichs" bei den Erneuerbaren. Diese hätten 2010 beinahe drei Viertel der inländischen Energieerzeugung abgedeckt, die Importe seien seit 2005 nur um 0,2 Prozent gestiegen. Die inländische Erzeugung habe im selben Zeitraum um 33,7 Prozent zugelegt.

Die Erzeugung von Strom aus erneuerbarer Energie sank 2010 gegenüber 2009 um 4,6 Prozent, was in erster Linie auf den Rückgang an Wasserkraft (-3,7 Prozent) zurückzuführen sei, so die Statistik Austria. Dennoch stammten 56,5 Prozent der gesamten Stromproduktion in Österreich aus Wasserkraftwerken.

Während Wasserkraft die stärkste heimische Energiequelle ist, ist die Photovoltaik die am stärksten wachsende: 81,6 Prozent Zuwachs gegenüber 2009, mit 0,1 Prozent Gesamtanteil 2010 bleibt sie aber die schwächste Quelle. Aus Windkraft wurden drei Prozent oder 7.430 TJ Strom produziert. Fernwärme stieg gegenüber 2009 um 18,4 Prozent.