Erstellt am 20. März 2014, 16:12

Auf zum eigenen Grund. Das eigene Grundstück sollte sorgfältig ausgewählt werden. Hier ein Überblick, welche Faktoren berücksichtigt werden sollten.

Wer auf der Suche nach einem Baugrundstück ist, sollte Faktoren wie Lage, Infrastruktur, Nutzbarkeit, Neigung und Himmelsrichtung beachten.  |  NOEN, Wodicka
Der Weg zum perfekten Grundstück für die eigenen vier Wände kann ein langer sein. Das Grundstück sollte gut gewählt sein, zu den eigenen Bedürfnissen passen und auf seine Tauglichkeit geprüft werden.

Was die Bebaubarkeit betrifft, so liegt in der Regel ein Bebauungsplan vor, aus dem die Bedingungen für die Bebauung hervorgehen. Ist das nicht der Fall, sollte ein Rücktrittsrecht im notariellen Kaufvertrag vereinbart werden.
Die Nutzbarkeit des Grundstücks hängt vor allem von den Proportionen des Hauses ab. Hier sind vorgeschriebene Abstände zur Grundstücksgrenze einzuhalten – sie müssen in die Planung einkalkuliert werden.
Für Grundrissplanung und für die spätere Anlage eines Gartens ist zu beachten, ob die Längsachse eines Grundstücks eher Nord-Süd oder eher Ost-West orientiert ist.


Infrastruktur spielt große Rolle

Was die Neigung des Grundstücks betrifft, so sind ebene Grundstücke normalerweise leichter aufzuschließen und zu bebauen. Aber auch Hanglagen haben ihren Reiz – sie bringen aber Probleme mit der Bebauungsmöglichkeit und eventuell zusätzliche Kosten für Stiegen etc. Will man ein Einfamilienhaus bauen, wird die Tragfähigkeit des Bodens in der Regel ausreichen. Sonderfälle sind etwa sumpfige Böden.

Nicht zuletzt sind auch Lage und Störfelder wie Flüsse, die Hochwasser führen können, sowie die Infrastruktur maßgebend. All diese Faktoren sollten bei der Grundstücksauswahl berücksichtigt werden.

Wer ein passendes Grundstück gefunden hat, für den gilt: Der Bauherr trägt das Baugrundrisiko. Wenn also Mehraufwendungen auftreten, die vor Baubeginn nicht ersichtlich waren, muss er für diese aufkommen. Felsiger Baugrund, bereits vorhandene Bauwerksteile einer Altbebauung sowie Grund- oder Schichtenwasser können solche Mehraufwendungen verursachen. Wer dieses Risiko vermeiden möchte, der kann eine Baugrunduntersuchung in Auftrag geben – allerdings auf eigene Kosten.

Lesen Sie mehr rund um das Thema Planung und Finanzierung in Teil 1 der NÖN-Bauserie: