Erstellt am 14. Juli 2013, 13:53

Auf zur Marille!. Süß & saftig / Die Zeit der Wachauer Marille ist wieder gekommen. Zwar ein wenig später als sonst, dafür aber lockt eine gute Ernte.

 |  NOEN, NÖN
Von Christine Haiderer

„Das Hochwasser hat uns nur wenig geschadet“, erläutert Franz Reisinger, Obmann des Vereins zum Schutz der Wachauer Marille. „Nur vereinzelt waren Marillengärten davon betroffen.“ Der Hagel war nicht zu stark. Und es hat genug geregnet. Viele gute Nachrichten für die Wachauer Marille. Und so: „Wir erwarten eine gute, durchschnittliche Ernte.“

Diese startet übrigens gerade. Zuerst im Raum Krems – da mussten am Wochenende beim Marillenfest übrigens noch frühe Sorten herhalten – , ein paar Tage später in Spitz und Arnsdorf, dann in Willendorf, Aggsbach-Markt, im Spitzer Graben … Normalerweise beginnt sie rund um den 10. Juli, manchmal auch schon früher. Heuer jedoch erst ein paar Tage später. Warum? „Der Winter war sehr lange und sehr lange kalt“, meint Reisinger. Zur Blüte war das Wetter schön. Danach wurde es aber kühl und regnerisch. Und wenn es kühl ist, „dann verlangsamt sich das Wachstum“. Bis die Temperaturen wieder auf 20 bis 25 Grad steigen.

Vergangenes Jahr hatte strenger Frost die Ernte der empfindlichen Marille sehr gering ausfallen lassen. Empfindlich ist sie übrigens nicht nur vor, sondern auch nach der Ernte. Und so eignet sie sich nicht für lange Transporte oder zur Lagerung. Daher rät Reisinger: „Gleich essen oder einkochen!“

Der beste Ort, Wachauer Marillen zu bekommen, ist die Wachau selbst. Wobei man auch hier da rauf achten sollte, dass es sich tatsächlich um die Wachauer Marille handelt. So sollte auf Kiste, Verpackung & Co. stehen, dass die Marillen aus der Wachau sind, es gibt auch ein Gütesiegel … Man kann überdies über die Marillenbörse mit Marillenbauern Kontakt aufnehmen.   www.wachauermarille.at