Erstellt am 31. März 2014, 11:15

Aus der NÖN-Bauserie: Die beste Geldanlage. Eine Wärmedämmung ist die wichtigste Energiesparmaßnahme. Grundsätzlich gilt: Je niedriger der Wärmeleitwert eines Dämmstoffs ist, umso besser ist auch der Wärmeschutz.

Eine optimale Wärmedämmung erhöht zwar die Baukosten um zwei bis drei Prozent, dafür lassen sich damit bis zu 50 Prozent der Heizkosten sparen.

Nicht nur Dächer und Außenwände sollten entsprechend gedämmt werden. Alle Teile des Hauses, die mit Erde in Berührung kommen, benötigen einen Wärmeschutz. Zu beachten gilt es dabei: Materialien, die gut dämmen, bieten meist nur einen geringen Schallschutz.

Baustoffe mit guten Schallschutzeigenschaften dämmen dafür schlecht. Als Dämmmaterial kommen vor allem jene Baustoffe infrage, die relativ viel Luft einschließen, da diese ein schlechter Wärmeleiter ist. Je niedriger also der Wärmeleitwert eines Dämmstoffes, umso weniger Energie geht verloren und umso besser ist auch der Wärmeschutz.

Wärmere Oberflächen und mehr Wohnkomfort

Die Bezeichnungen für solche Baustoffe variieren je nach Hersteller. Alle Wärmedämmmaterialien sind in verschiedenen Stärken und Qualitäten erhältlich. Wichtig ist, dass in die Wärmedämmung keine Feuchtigkeit eindringen kann. So können sich gesundheitsschädliche Schimmelpilze bilden.

Grundsätzlich kann eine Wärmedämmung innen oder außen angebracht werden. Die Innendämmung gilt zwar oft als preisgünstiger, bringt aber auch entscheidende Nachteile mit sich.

Bei dieser Variante wird der Dämmstoff innen an die Wände angebracht. Die Wand selbst bleibt also kalt und bietet keinen Wärmespeicher. Wasserdampf kann durch die Dämmschicht dringen, kondensiert und bleibt als Nässe zwischen Dämmung und Wand. Daher sollten bei einer Innendämmung an der warmen Seite der Wand immer Dampfsperren errichtet werden.

Auch bei älteren Häusern empfiehlt es sich, nachträglich eine Wärmedämmung anzubringen. Gerade über den Dachraum geht viel Wärme und damit auch Energie verloren. Dabei lässt sich eine Dämmschicht am Dachboden, die zur deutlichen Heizkostenreduzierung führt, besonders leicht anbringen.

Auch an der Kellerdecke können im Nachhinein leicht Dämmmaßnahmen angebracht werden. Sie bewirken allerdings weniger Ersparnis als im Dachbereich. Über einen durch das Land NÖ geförderten Altbausanierungskredit lassen sich entsprechende Dämmmaßnahmen leichter realisieren.

Mehr zum Thema Dämmung finden Sie in der NÖN-Bauserie Teil 3 "Wärmedämmung und Fassade":