Erstellt am 20. März 2014, 16:26

Aus der NÖN-Bauserie: Eine Frage des Unterbaus. Der Erdaushub und die Errichtung eines Fundaments stehen am Beginn der meisten Bauprojekte. Dabei gilt: Je stabiler das Fundament, umso stabiler der gesamte Bau.

Die Tragfähigkeit eines Plattenfundaments ergibt sich durch die eingelagerten Stahlgitter.  |  NOEN, Wodicka
Den Aushub einer Baugrube sollte man immer einem Fachmann überlassen. Dieser verfügt nicht nur über entsprechende Geräte, mit denen die Arbeit in nur wenigen Tagen erledigt ist. Er kann sich auch leichter an unerwünschte Überraschungen im Boden, wie große Gesteinsansammlungen oder Wasseradern, anpassen.

Um Überraschungen vorzubeugen, kann man aber im Vorfeld eine Baugrunduntersuchung machen lassen. Sie klärt über die gegebenen Verhältnisse im Untergrund auf und lässt die Einplanung möglicher Maßnahmen zu. Die oberste belebte Schicht des ausgehobenen Materials wird in der Regel nach dem Abtragen gesondert gelagert. Sie kann zum Anlegen des Gartens verwendet werden.

Außerdem sollte man einen Teil der Erde aufheben, um damit den leeren Platz um das Fundament herum aufzufüllen. Die Maße der Baugrube müssen jene des Hauses um mindestens 70 Zentimeter in Länge und Breite überschreiten.

Stabiles Fundament als Basis

Das Fundament stellt den Übergang zwischen Erdboden und Haus dar. Es muss mindestens bis zum gewachsenen, das heißt tragenden Boden, hinabreichen und unter die ortsübliche Frostgrenze gehen. Je nach Standort sind das in Österreich zwischen 80 und 160 Zentimeter. Beachten sollte man zudem, dass das Fundament so errichtet wird, dass sich die gesamte Last des Hauses gleichmäßig darauf verteilen kann.

Unterschieden werden Einzel-, Streifen- und Plattenfundamente. Bei Kleingartenhäusern etwa genügen meist Einzel- oder Streifenfundamente. Ist die Tragfähigkeit eines Baugrundes zu gering, sodass diese beiden Arten einsinken würden, sollte unter der gesamten Baufläche ein Fundament errichtet werden. Die hohe Tragfähigkeit eines solchen Plattenfundaments ergibt sich nicht nur durch den verwendeten Beton, sondern auch durch die darin eingelagerten Stahlgitter. Im Wohngebäudebau ist ein solches Plattenfundament meist die wirtschaftlichste und kostengünstigste Variante.

Keller: Von der Planung bis zur Errichtung

Wird ein Keller errichtet, dann ist das Fundament gleichzeitig der Kellerboden. Dieser muss in jedem Fall gegen Feuchtigkeit geschützt und gegen Wärmeverlust isoliert werden. Werden diese Arbeiten sorgfältig ausgeführt, bildet der Keller einen guten „Puffer“.

Bei der Errichtung des Kellers muss man nicht nur die Statik des Gebäudes beachten, auch geplante Einbauten wie Kanal- und Stromleitungen müssen berücksichtigt werden.
Es dauert rund ein Jahr, bis die Baufeuchte des Kellermauerwerks, der Fundamente und der Kellerdecke ausgetrocknet ist. Diesen Prozess kann man aber mit Hilfe von speziellen Entfeuchtern beschleunigen. Diese arbeiten meist Energie sparend auf Basis einer Luft/ Luft-Wärmepumpe. Durch Abkühlung der Raumluft wird dem Bau-
körper die Feuchtigkeit entzogen.

www.wohnnet.at

Lesen Sie mehr zum Thema Keller und Rohbau in der NÖN-Bauserie Teil 2: