Erstellt am 22. März 2013, 12:18

Austria`s Next Topfmodel. Geradezu verrückt nach süßem Rosenduft war die ägyptische Königin Kleopatra, die die Fußböden ihrer Paläste täglich mit einer dicken Schicht Rosenblätter bedecken ließ.

 |  NOEN, GPP/Kordes
Außerdem soll sie ihren Geliebten Mark Anton in einem Raum empfangen haben, in dem er bis zu den Knien in Rosenblüten versank. Sollten auch Sie sich mit der Schönheit von Rosen umgeben wollen, auch wenn nur Balkon und Terrasse zur Verfügung stehen, gibt es hier Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Haben Rosen in Pflanzgefäßen besondere Bedürfnisse?
Im Prinzip haben Rosen, die in Gefäßen stehen, die gleichen Ansprüche wie die, die direkt in den Gartenboden gepflanzt werden. Allerdings gilt es zu bedenken, dass der Wurzelraum vergleichsweise eingeschränkt ist. Deshalb spielt die Größe des Pflanzgefäßes eine wichtige Rolle, denn der Topf, in dem man die Rose kauft, ist in der Regel nicht geeignet, die Pflanze dauerhaft zu beherbergen. Das Volumen sollte mindestens 10 Liter, besser noch 20, 30 oder bei sehr wüchsigen Sorten sogar 40 Liter betragen. Zum Eintopfen kann man handelsübliche Pflanzerde oder auch eine speziell gemischte Rosenerde erwerben. Trotz fachgerechter Düngung ist aber in jedem Pflanzgefäß die Erde nach einer gewissen Zeit ausgelaugt. Aus diesem Grund sollte man der Rose nach zwei, spätestens aber nach drei Standjahren frische Erde gönnen. Dann schüttelt man im Frühjahr, wenn die Pflanze ohnehin zurückgeschnitten wird, den Ballen aus und topft neu ein.

Der Standort macht’s: Rundumpflege für die Königin.
Bei der Standortwahl gilt der Spruch: „Rosen sind Sonnenkinder“, wobei es nicht immer die Südseite mit voller Sonne sein muss. Doch mindestens 5 bis 6 Stunden Sonne pro Tag sind vonnöten, wenn man einen guten Wuchs und eine üppige Blüte erwartet. Eine Rose im Kübel bietet gegenüber einer ausgepflanzten den Vorteil der Mobilität. So kann man sie bei extrem heißem Wetter auch aus der Sonne nehmen und so vor dem Austrocknen schützen.
Für die Düngung gelten die gleichen Regeln wie bei ausgepflanzten Rosen. Öfter blühende Rosen sind gleichermaßen „Hochleistungssportler“, die für ihr dauerhaftes Blühen zusätzliche Nahrung benötigen. Verwendet man handelsübliche Mineraldünger, so sollte dieser jeweils vor den Hauptblütenfloren, also im April und Juni, verabreicht werden. Greift man zu sogenannten Vorratsdüngern, so reicht in der Regel eine Gabe im März.
Da Rosen im Topf häufiger gewässert werden als im Gartenboden, können auch mehr Nährstoffe ausgewaschen werden. Sollte die Königin der Blumen also Mangelerscheinungen zeigen, so benötigt sie einen Düngemittel-Nachschlag. Dem richtigen Wässern kommt bei Rosen in Pflanzgefäßen eine Schlüsselfunktion zu, denn die Erde im Topf trocknet schneller aus. Gegossen werden sollte gleichmäßig, denn zu viel Wasser ist der Rose ebenso abträglich wie zu wenig. In zu nasser Erde sterben die Wurzeln ab. Es ist wichtig, dass überschüssiges Gieß- und Regenwasser abfließen kann. Eine Schicht Kieselsteine oder Tonscherben am Boden des Topfes können als wirkungsvolle Drainage dienen.

Welche Rosensorten sind kübeltauglich?
Im Prinzip eignen sich alle Gartenrosen für große Pflanzgefäße. Natürlich bieten sich für „Rosenverrückte“ die besonders reich blühenden Sorten mit einem harmonischen Wuchsbild an. Hier wird man auf jeden Fall im Sortiment der Beetrosen oder Zwergrosen fündig. Diese blühen bis zum Frost immer wieder und zeigen sich selten ganz ohne Farbe. Auch mit Sorten aus der Gruppe der Kleinstrauchrosen kann man attraktive Kompositionen in Pflanzkübeln gestalten, da diese mit ihrem meist breitbuschigen Wuchs reizvoll über den Topfrand hängen.

Können Kletterrosen auch im Topf gedeihen?
Prinzipiell ja, nur sollte man bedenken, dass die meisten Sorten sich sehr üppig gebärden. Deshalb sollte ein Pflanzgefäß mit angemessenem Volumen gewählt werden. Außerdem bilden Kletterrosen entsprechend ihrer unbändigen Wuchsfreude eine große Blattmasse aus und verdunsten viel Feuchtigkeit. Hier ist eine ausreichende und gleichmäßige Bewässerung besonders wichtig. Zudem zeichnen sich viele Kletterrosen durch relativ weiche, biegsame Triebe aus – eine gut im Topf verankerte Kletterhilfe aus Holz oder Metall ist in jedem Fall empfehlenswert.

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