Erstellt am 18. Juni 2014, 13:56

Bienenschutz im Burgenland soll verstärkt werden. Mehr als 33.000 Hektar Flächen werden im Burgenland als "Bienenweiden" von Insekten genutzt.

 |  NOEN, HelmutMichel
Um die Bienen besser zu schützen, nehme man an österreichweiten Vorhaben wie dem einer Zusatzausbildung für Fachtierärzte und am Bienenuntersuchungsprogramm "Zukunft Biene" teil, so Burgenlands Agrarlandesrat Andreas Liegenfeld (ÖVP) am Mittwoch. 2015 solle im Burgenland "ganz im Zeichen der Imker" stehen.

Geplant seien Schulungen der Imkerschaft, wobei der Schwerpunkt bei der Bekämpfung der Varroamilbe und der Amerikanischen Faulbrut liege. Die Umsetzung eines Bienengesundheitsdienstes werde vom Burgenlandwesentlich mitgeprägt. Besonders wichtig sei die Weiterentwicklung der Bienenzucht. Dazu werde ein Königinnenzuchtprogramm für die heimische, besonders robuste Carnica-Bienenrasse unterstützt. Außerdem werde man die sehr wahrscheinlich kommende Registrierungspflicht für Imker umsetzen.

Im von 2014 bis 2020 laufenden ÖPUL-Programm werde auch auf die Blühweiden besonderes Augenmerk gelegt, die mit Hilfe von Förderungen ausgebaut werden sollen, so Liegenfeld. Das bisher größte österreichische Bienenuntersuchungsprojekt "Zukunft Biene" soll genauere Informationen über Ursachen und Zusammenhänge sowie über das Zusammenwirken unterschiedlicher Krankheiten liefern. Das vom Umweltministerium und den Ländern finanzierte Projekt koste rund 2,4 Millionen. Das Burgenland beteilige sich mit rund 25.500 Euro an den Forschungskosten.