Erstellt am 06. September 2010, 09:31

Bizarre Beeren. KÜRBIS / Die größte Beere der Welt überzeugt durch ihre lange Haltbarkeit, durch Widerstandsfähigkeit und viele Vitamine.

VON TINA WESSIG

KÜRBIS: FAKTEN
•  Kürbisse sind einjährige, krautige Pflanzen.
•  Die Stängel sind meist
niederliegend oder kletternd.
•  Die Ranken sind drei- bis siebenfach verzweigt.
•  Die Blütenfarbe ist meist goldgelb.
•  Die Früchte sind drei- bis fünffächrige, sehr große und vielsamige Panzerbeeren. n Form, Größe und Farbe
variieren je nach kultivierter Sorte stark.
Der Kürbis ist das Gemüse-Highlight im Herbst. Er schmeckt herrlich und enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe. Dank der guten Lagerfähigkeit durch die dicke Schale halten sich Kürbisse bis lang in den Winter.
Schon die Azteken und Mayas wussten den Kürbis zu schätzen. Von Amerika ist er nach Europa gelangt, in unseren Breiten wird er seit langer Zeit in großer Vielfalt kultiviert. Der Garten-Kürbis wurde in Mexiko und im Süden der USA domestiziert, der Moschus-Kürbis in Zentral-Amerika und der Riesen-Kürbis in Südamerika. Es wird angenommen, dass ursprünglich die Samen genutzt wurden, da diese frei von Bitterstoffen sind, während alle Wildformen bittere Früchte besitzen. Durch die Auslese nichtbitterer Formen wurde die Nutzung als Gemüse möglich.
In Österreich war der Kürbis hauptsächlich für das aus den Kernen gepresste Kernöl bekannt. In den letzten Jahren hat aber auch das Gemüse selbst einen hohen Stellenwert in der Küche erhalten. Kürbis schmeckt toll als Eintopf, Kompott oder Chutney.

Wichtig ist die Ernte vor dem ersten Frost
Im eigenen Garten wachsen Kürbisse am besten am Kompost, da sie nährstoffreiche Böden brauchen. Die meisten Arten benötigen überdies eine besonders hohe Sonneneinstrahlung. Die Ernte sollte vor dem ersten Frost erfolgen. Dann sollten sie ins Haus übersiedelt werden.
Gelagert werden die großen Früchte am besten in trockenen, kühlen Kellerräumen. Aufgrund seiner langen Haltbarkeit kann der Kürbis meist bis in die Wintermonate genossen werden.

Kürbis enthält viel Beta-Carotin, die Vorstufe des Vitamin A, wodurch er seine gelb-orange Farbe erhält. Beta-Carotin schützt als Antioxidans unsere Zellen und wirkt krebshemmend. In Kürbiskernen ist viel Vitamin E enthalten, das ebenfalls zellschützend ist. Das Kürbis- kernöl enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Sie beeinflussen unsere Blutfettwerte positiv. In der Naturheilkunde wird Kürbis bei Prostataproblemen, bei Gelenks- und Muskelschmerzen eingesetzt. Ein verbreiterter Brauch ist die Züchtung möglichst großer Kürbisse. Der größte Kürbis der Welt stammt aus den USA: Gewogen wurde er in Topsfield im September 2007. Das Exemplar war 766,8 Kilogramm schwer.

WIE ZÜCHTE ICH EINEN RIESENKÜRBIS?
• Grundvoraussetzung ist ein gutes Saatgut.
• Die Pflanzerde für die Saat sollte einen PH-Wert zwischen 6,5 und 6,8 haben.
• Der Standort sollte windgeschützt und sonnig sein.
• Der Stiel sollte möglichst senkrecht zum Haupttrieb liegen.
• Wenn eine Pflanze mehrere Triebe hat, dann sollten einige davon gezielt gekürzt werden.
• Wählen Sie den stärksten aus, der auch die besten Jungkürbisse trägt.
• Um Wasserverluste zu vermeiden, die Enden der gekürzten Triebe eingraben. Zusätzlich Ausläufer mit Erde bedecken, damit sich Verankerungswurzeln bilden, die Wasser & Nährstoffe bringen.
• Der Kürbis benötigt viel Wasser und Dünger. Wenn Sie düngen, dann gleich über die ganze Pflanzfläche!