Erstellt am 10. Oktober 2011, 08:09

Blütenpracht fürs nächste Frühjahr. ZWIEBELPFLANZEN / Wer im Frühling bunte Blüten sehen will, der muss Krokusse, Narzissen, Tulpen & Co. jetzt einsetzen.

gesehen in Mauer bei Amstetten  |  NOEN, pictoresk
VON TINA WESSIG

Der schöne Herbst hat uns zwar ein wenig für den durchwachsenen Sommer entschädigt, aber Gartenfreunde sind gedanklich jetzt schon wieder im nächsten Jahr. Wer nämlich nach dem dunklen Winter bald Farben im Garten sehen will, muss jetzt aktiv werden: Die Zwiebelpflanzen gehören unter die Erde!
Zwiebeln und Knollen von Frühblühern wie Krokussen, Hyazinthen, Schneeglöckchen, Narzissen, Tulpen und vielen mehr stehen in Gartencentern in großer Auswahl zur Verfügung. Bevor sie in die Erde gelegt werden, sind freilich ein wenig Fantasie und Planung gefragt: Zunächst wird festgelegt, wo und wann was blühen soll und wie lange. Egal, ob man in Rosatönen schwelgen möchte, sich den erfrischenden Blau-Weiß-Nuancen verschrieben hat oder es in fröhlichem Orange, Gelb und Rot so richtig krachen lassen will – für jeden Gärtner finden sich die passenden Zwiebelchen.
Neben den Klassikern im Sortiment gibt es aber auch einige Frühjahrsblüher, die man nicht überall sieht: Wunderschön und imposant sind zum Beispiel die Kaiserkronen mit ihren Blütenglocken, die auf einem bis zu 80 cm hohen Stiel stehen.

Blumenzwiebeln und Knollen einpflanzen kann jeder
Sie sind leicht zu setzen, und es bedarf weder eines grünen Daumens noch jahrzehntelanger Gartenerfahrung. Die unscheinbaren Kraftpakete gedeihen in allen Gartenböden, vorausgesetzt, sie sind locker und bieten einen guten Wasserabzug. Und sonnig sollte der Pflanzplatz sein. Schneeglöckchen, die schon im Februar aus dem Boden blinzeln, sollten immer in kleinen Trupps gepflanzt werden. Ein humusreicher Standort zwischen den Wurzeln von Bäumen und Gehölzen ist ideal.

Um im März die Begeisterung noch zu steigern, sollten auch Vorfrühlingsanemonen, Iris, Schneestolz, Blausternchen und Traubenhyazinthen gepflanzt werden. Hier kann man farblich in Himmelblau über Kobaltblau bis Violett schwelgen, eine Frühlingswiese in sanften Pastelltönen erschaffen oder aber der wachsenden Sehnsucht nach der Sonne mit goldenen Gelbnuancen Ausdruck verleihen.
Die Nächsten, die ihre Köpfe aus dem Boden stecken, sind die Tulpen. Ihre Zwiebeln sind übrigens bei Wühlmäusen eine gefragte Delikatesse, darum sollte man die schmackhaften Zwiebelchen immer im Pflanzkorb aus Drahtgeflecht in die Erde versenken oder das Pflanzloch mit Kaninchendraht auslegen.

Übrigens: Wer seine Tulpen komplett abschneidet, hat zwar Freude an den bunten Frühlingssträußen, nimmt aber der Zwiebel gleichzeitig die Möglichkeit, sich mit Nährstoffen zu versorgen. Kann sie diese nicht speichern, bilden sich im darauf folgenden Jahr nur grüne Blätter oder gar keine Tulpen mehr.
Darum lieber die verblühte Blüte mit einem scharfen Messer abschneiden, aber Stängel und Blätter stehen lassen! Sie vergilben langsam und welken, das verlagert noch Nährstoffe in die Zwiebeln, damit sie auch im nächsten Jahr wieder zur Verfügung zu stehen.