Erstellt am 19. April 2013, 15:42

Bunter Teppich im Garten. Blumenwiese anlegen | Eine Wiese ist voller Leben, voller Farben, Gerüche und Geräusche. Doch nicht nur für uns, sondern auch für viele Tiere ist sie ein frequentierter Anziehungspunkt.

Fünf neue Gärten und jede Menge Inspiration: Landtagsabgeordneter Alfred Riedl, Joachim Brocks (Natur im Garten), Landesvize Wolfgang Sobotka (v. l.) mit Lena und Johannes im »Garten der Kindheit«: Die GARTEN TULLN ist eröffnet! Foto: NLK  |  NOEN, NLK Filzwieser
Von Tina Wessig

Im Unterschied zu einem akkurat getrimmten Rasen beherbergt eine Wiese viele Lebensformen. Ganz unten in der Streuschicht leben Ameisen und Laufkäfer, in der Krautschicht fangen Netzspinnen ihre Beute und Raupen kriechen an Stängeln empor. Die Blüten locken Insekten an. Auch für die Vogelwelt hat die Wiese einiges zu bieten, vor allem Samen und Insekten, die auf einem sterilen Rasen weitgehend fehlen.

Ideal zur Anlage einer Blumenwiese sind eine offene, sonnige Lage in einem nicht ständig begangenen Teil des Gartens und ein magerer Boden, denn nur auf nährstoffarmen Flächen gedeihen viele Wiesenblumen. Auch der Standort bestimmt die Entwicklung der Pflanzengemeinschaft. Auf nährstoff- und niederschlagsarmen, trockenen Standorten gedeihen „Magerwiesen“. Auf feuchten, gut mit Nährstoffen versorgten Böden entwickelt sich hingegen die so genannte „Fettwiese“.

Bodenvorbereitung: Den „Filz“ beseitigen

Auf Acker- und Gartenland kann man bei kleinen Flächen den Boden händisch vorbereiten durch Umgraben, Harken und Rechen, auf größeren Flächen durch maschinelles Fräsen und Eggen. Es sollte kein dichter Filz von Ackerwildkräutern wie Giersch oder Quecke vorherrschen. Ideal ist eine Aussaat im April, Mai und September, Oktober. Spezialfirmen bieten einheimisches Wiesensaatgut an, das auf den Standort abgestimmt ist. Streuen Sie das Saatgut gleichmäßig mit der Hand aus. Mit dem Rechen leicht einarbeiten und festwalzen.

Jetzt fehlt noch das Angießen: Es ist wichtig, auf die Bewässerung zu achten, damit die Keimlinge nicht vertrocknen. Auch eine Mulchschichte hält feucht – und nicht betreten! Nach zwei bis drei Wochen können Sie die ersten Wiesenpflänzchen begrüßen. Nach acht bis zehn Wochen, wenn der Aufwuchs ca. 10 cm hoch ist, empfiehlt sich der erste Pflegeschnitt. Mähen Sie erst, wenn ein Großteil der Kräuter und Blumen ausgesamt hat und niemals die ganze Fläche auf einmal, lassen Sie immer mindestens 30 % Rückzugsfläche für die Tiere.